13. AK-Filmtage mit kritischem Blick auf die Spaltung und Polarisierung unserer Gesellschaft

„Demokratie ist in Gefahr“ ist das das Thema unserer Arbeitskammer-Filmtage vom 7. bis 18. Dezember im Kino Achteinhalb in Saarbrücken unter strengen Corona-Bestimmungen.  „Zu jeder Vorstellung ist jeweils nur eine Schulklasse zugelassen. Um dennoch viele Schulklassen die Möglichkeit zu geben, an den AK-Filmtagen teilzunehmen und sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen, zeigen wir die Filme in einem Zeitraum von zwei Wochen“, erläutert Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes.  

Das diesjährige Motto „Demokratie in Gefahr“ traf schon vor der Corona-Pandemie wegen der AfD und anderer Rechtsextremisten bzw. Rechtspopulisten zu, er ist jedoch heute relevanter als je zuvor. „Rechtspopulisten, Reichsbürger, Identitäre und Corona-Demonstranten bedrohen unsere Demokratie. Vor diesem Hintergrund bieten die AK-Filmtage Jugendlichen die Möglichkeiten, mit kritischem Blick auf die Spaltung und Polarisierung unserer Gesellschaft zu blicken“, so Otto. 

Los geht es am Montag, 7. Dezember, mit „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Hans Steinbichler. Der Film handelt vom versteckten Leben Anne Franks und ihrer Familie nachdem die Deutschen 1942 die Niederlande besetzen. Die Franks tauchen im Hinterhaus der Prinsengracht 263 unter, wo sie in ständiger Angst leben. Der Film wird auch 14. Dezember um 8.30 Uhr gezeigt.

Am Tag darauf, Dienstag, 8. Dezember und 15. Dezember, ist der Film „Skin“ von Regisseur Guy Nattiv zu sehen Er handelt von Byron Widner, einem der vom FBI meistgesuchten Neo-Nazis und Mitglied der rechtsextremen „Viking“-Bewegung. Als sich Byron schließlich entschließt die rechte Szene zu verlassen, muss er auf einmal um sein Leben fürchten.

Weiter geht es am Mittwoch, 9. Dezember und 16. Dezember, mit dem Film „Nur ein Augenblick“ von Randa Chahoud. Der Film wurde mit dem Max-Ophüls-Preis 2020 der Jugendjury ausgezeichnet. Der Syrer Karim führt in Deutschland ein unbeschwertes Leben, bis er eine schreckliche Nachricht erhält. Sein Bruder Yasir sitzt in einem syrischen Foltergefängnis fest. Für Karims steht eines fest: Er muss seinen Bruder retten. Koste es was es wolle. 

Am Donnerstag, 10. Dezember und 17. Dezember, zeigt die AK der Film „JoJo Rabbit“ von Regisseur Taika Waititi. Der Streifen gewann bei der Oscar-Verleihung 2020 den Preis für das beste Drehbuch. Jojo Betzler ist ein begeisterter Hitlerjunge. Da sein Vater an der Front ist, stellt sich Jojo als besten Freund Adolf Hitler vor. Als Jojo jedoch eine versteckte Jüdin in seinem Haus entdeckt und sich verliebt, gerät seine Überzeugung ins Wanken. 

Am Freitag, 11. Dezember und 18. Dezember, läuft „Die Kinder von Windermere“ von Michael Samuels. Eine Gruppe jüdischer Kinder und Jugendlicher kommt nach der Befreiung eines Konzentrationslagers nach Lake Windermere in England. Dort lernen sie wieder wie es ist, ein unbeschwertes Leben zu führen, ohne in ständiger Angst zu leben.

Am Wochenende, 12. und 13. Dezember, zeigt das Kino Achteinhalb im Rahmen der AK-Filmtage den Film „Persischstunden“ von Vadim Perelmann. Dem jungen belgischen Juden Gilles gelingt es durch Zufall in einem Konzentrationslager dem Tod zu entkommen. Er gibt sich als Perser aus und muss ab sofort dem Koch des Lagers Farsi beibringen. Das Problem: Er spricht selbst kein einziges Wort der Sprache. Ein Fehltritt könnte ihn das Leben kosten. 

Das Besondere bei den 13. AK-Filmtagen: Am Montag, 14. Dezember um 11.30 Uhr präsentieren wir statt des Films das Theaterstück „Das Tagebuch der Anne Frank“ im Theater Überzwerg. Gerade in einer Zeit, in der die alte „Neue Rechte“ in Europa immer mehr Zuwachs erhält, ist es wieder wichtig, an die schlimmste Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts zu erinnern. Genau dies tut Stephanie Rosler in ihrer Inszenierung, indem sie Anne Franks klare Sprache mit theatralischen Mitteln verbindet.  Die Schirmherrin der 13. AK-Filmtage, die Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot, wird vor der Vorstellung ein kurzes Grußwort sprechen.

Die Filme sind im Kino Achteinhalb in der Nauwieserstraße 19 in Saarbrücken zu sehen. Die Vorstellungen um 8.30 und 11.30 Uhr sind für Schulklassen kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Aufgrund der Corona-Beschränkungen wird in jeder Vorstellung nur eine Schulklasse zugelassen. In Absprache mit dem Kinobetreiber und dem Theater Überzwerg beachten wir bei allen Veranstaltungen die aktuellen Hygienevorschriften. Anmeldung: filmtage@arbeitskammer.de.

Um 19 Uhr werden die Filme für alle zum ermäßigten Preis von 3,50€ gezeigt. Der Film am Wochenende wird ausschließlich um 19 Uhr zu sehen sein. Karten dafür gibt es im Kino Achteinhalb. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.arbeitskammer.de/filmtage2020.

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