Saarbrücker Stadtratskoalition ergreift Initiative für sichere Schulwege

Saarbrücker Stadtratskoalition ergreift Initiative für sichere Schulwege

Die Koalition aus CDU, B90/Die Grünen und FDP im Saarbrücker Stadtrat setzt sich für eine Verbesserung der Schulwegsicherheit in der Landeshauptstadt ein. Dazu soll ein digitaler Schulwegplaner eingeführt werden, der es den Schülerinnen und Schülern sowie Eltern und Lehrer*innen u.a. ermöglicht, über ein webbasiertes Geoinformationssystems die täglich gegangene oder gefahrene Strecke von der Wohnung bis zur Schule nachzuvollziehen und digital zu erfassen. Außerdem soll die Möglichkeit bestehen, Gefahrenstellen zu markieren, die dann zeitnah beseitigt werden. 

“Schulwegepläne sind ein wichtiges Instrumentarium, um die Verkehrssicherheit im Umkreis von Schulen zu verbessern, indem Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern sichere Anreisewege zur Schule aufgezeigt werden. Damit kann auch verdeutlicht werden, dass eine Anreise zu Fuß oder mit dem Rad die bessere Alternative zur Anfahrt mit dem Pkw darstellen kann, was nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern letztlich auch die Verkehrssicherheit durch eine Reduzierung des Bring- und Abholverkehrs erhöht. Außerdem können somit Kontakte reduziert werden, was in der Corona-Zeit ebenfalls zur Sicherheit beiträgt. Aktuell verfügen nur wenige Grundschulen im Stadtgebiet der Landeshauptstadt über Schulwegepläne. Diese zu erstellen, bindet zahlreiche personelle Ressourcen auf Verwaltungs- und auch Schulseite. Um die Erstellung von Wegeplänen zu beschleunigen, setzen wir uns als Koalition für eine digitale Lösung nach dem Vorbild aus Baden-Württemberg ein”, erklärt die Grüne Stadtverordnete Jeanne Dillschneider. 

Ein solcher digitaler Schulwegplaner, wie er von Baden-Württemberg umgesetzt wurde, soll allen Kindern und Jugendlichen in Saarbrücken, aber auch Eltern und Lehrer*innen, ermöglichen, mittels eines webbasierten Geoinformationssystems die täglich gegangene oder gefahrene Strecke von der Wohnung bis zur Schule nachzuvollziehen und digital zu erfassen. “Auch wollen wir die Möglichkeit bieten, Gefahrenstellen zu markieren, damit die Verwaltung in die Lage versetzt wird, diese zeitnah zu beseitigen. Auch könnten die Erkenntnisse – sofern eine schnelle Beseitigung nicht möglich wäre – bei den verkehrlichen Planungen und künftigen Baumaßnahmen berücksichtigt werden”, so die FDP-Stadtverordnete Heike Müller.

Auf diese Weise sollen unter Mitarbeit der Kinder, Jugendlichen, Eltern, Lehrer*innen und Schulleitungen passgenaue Schulweg- und auch Radschulwegpläne mit einer Empfehlung für sichere Routen entstehen. “Wir werden die Verwaltung im kommenden Schulausschuss damit beauftragen, die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung eines digitalen Schulwegplaners zu prüfen sowie zu eruieren, inwiefern ein solches Angebot in ein Smart-City-Konzept integriert werden kann. Der digitale Schulwegplaner könnte dabei perspektivisch auch auf die weiterführenden Schulen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt – für die in der Regel der Regionalverband Saarbrücken zuständig ist – im Rahmen einer Kooperation übertragen werden”, so der CDU-Stadtverordnete Rainer Ritz abschließend.