Dienstag, Mai 11, 2021

Ansiedlungspolitik für wirtschaftlichen Wohlstand

Politik

Arbeitskammer: Soziale Belange im Sinne Guter Arbeit sind zu berücksichtigen

Das Saarland gehört zu den vom Strukturwandel am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands. Daher ist es von besonderer Bedeutung, Arbeitsplätze in der Industrie zu erhalten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass neue und gute Arbeitsplätze entstehen können. „Ansiedlungen auch größerer Unternehmen sind zentraler Baustein einer notwendigen industriepolitischen Strategie des Landes. Dafür müssen dann auch die notwendigen Flächen zur Verfügung stehen”, sagt Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes. 

Entscheidend sei, dass bei der Ausweisung von Gewerbe- und Industriegebieten ökologische, ökonomische und besonders soziale Belange im Sinne Guter Arbeit berücksichtigt würden, so Caspar: „Nur dann können wir von echter nachhaltiger Entwicklung sprechen.“ Die Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebiets Lisdorfer Berg sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung, vor allem an Gute Arbeit, müssten aber auch bei weiteren Entscheidungen selbstverständliche Grundlage sein.

Ansiedlungen im industriellen Bereich hätten auch Nutzen für die anderen Beschäftigten im Land, denn die in der Industrie in der Regel gut bezahlten, tariflichen Arbeitsplätze steigerten die Kaufkraft insgesamt, meinte der AK-Vorstandsvorsitzende. „Die Arbeitsplätze in der Industrie haben eine wichtige Bedeutung für uns. Sie strahlen auf andere Branchen aus und steigern die Einnahmen des Landes durch Steuerabgaben, somit zahlen sich gut bezahlte Industriearbeitsplätze insgesamt für uns als saarländische Bevölkerung aus.“Das Saarland befinde sich in einem Transformationsprozess, der insbesondere die Arbeitswelt nachhaltig verändere. „Daraus entstehende Chancen müssen konsequent genutzt werden“, bekräftigte Caspar. Für eine Anpassung an sich ändernde Verhältnisse und Rahmenbedingungen brauche es für den Erhalt und die Neuausrichtung des industriellen Kerns, für eine wirtschaftliche Neuausrichtung auch Flächen, um neuen Geschäftsideen Raum zu verschaffen. „Diese Geschäftsideen müssen immer auch auf Gute Arbeit ausgerichtet sein. Insbesondere auf Mitbestimmung und Tarifbindung als Voraussetzung für Gute Arbeit sollte bei der Ansiedlung geachtet werden. Gute Arbeitsbedingungen sind bei Neuansiedlungen genauso wichtig wie ökologische und ökonomische Interessen, nur so funktioniert echte Nachhaltigkeit“, so Caspar abschließend. 

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