StartPolitikAustausch zu Armutsthemen: Grüne treffen Saarländische Armutskonferenz

Austausch zu Armutsthemen: Grüne treffen Saarländische Armutskonferenz

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Vertreterinnen und Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen haben sich im Februar 2026 in Saarbrücken mit dem Leitungsteam der Saarländischen Armutskonferenz (SAK) zu einem ausführlichen Gespräch über verschiedene Facetten von Armut getroffen. Das Treffen fand im Johannes-Foyer statt.

An dem Austausch nahmen Volker Morbe, Landesvorsitzender der Grünen im Saarland, sowie Anne Lahoda, Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Regionalversammlung, teil. Seitens der SAK waren Christine Steimer, Christoph Jacob, Gaby Böhme und Michael Leinenbach vertreten.

Breites Themenspektrum

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen unterschiedliche Ausprägungen von Armut. Diskutiert wurden unter anderem Energiearmut, Wohnungsarmut, gesundheitlich bedingte Armut und deren Wechselwirkungen, soziale Armut, Armut im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen sowie Lebensmittelarmut.

Zu Beginn tauschten sich die Beteiligten über die grundsätzliche Haltung der SAK zu Fragen von Teilhabe und Fürsorge aus. Die Saarländische Armutskonferenz sieht sich nach eigenen Angaben gemäß ihrem satzungsgemäßen Auftrag in der Verantwortung, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und auszubauen.

In diesem Zusammenhang stellte die SAK das Projekt „SAK nah dran“ vor. Ziel des Projekts ist es, die Selbstorganisation von Menschen mit Armutserfahrungen zu stärken und ihnen mehr Mitwirkung zu ermöglichen. Da das Projekt derzeit weder über Landesmittel noch über Toto-Mittel gefördert werden kann, wird es nach Angaben der SAK vorläufig aus Eigenmitteln finanziert. Für eine langfristige Fortführung sei man jedoch auf Spenden angewiesen.

Kinderarmut, Bürokratie und Gesundheitsfragen

Weitere Themen des Gesprächs waren Armut bei Kindern und Jugendlichen sowie die Bedeutung der Schulmittelfreiheit. Diskutiert wurde zudem die zunehmende Bürokratie in der Sozialverwaltung, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Antragsverfahren und deren Auswirkungen auf Betroffene.

Auch das Beratungsangebot „Gemeindeschwester plus“ wurde angesprochen. Darüber hinaus tauschten sich die Gesprächspartner über die von der Landesregierung eingerichteten Perspektivquartiere, den Wohnungsmangel und teilweise mangelhaften Wohnraum im Saarland sowie die wachsende Energiearmut aus.

Im Kontext des Aktionsplans Armutsbekämpfung spielte insbesondere das Thema Gesundheit eine Rolle. Zudem wurden Chancen und Herausforderungen der geplanten Digitalisierung erörtert, etwa in Bezug auf Zugänglichkeit und mögliche Hürden für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Fortsetzung des Dialogs vereinbart

Am Ende des Treffens verständigten sich die Beteiligten darauf, den Dialog zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern im Themenbereich Armut fortzuführen. Ziel sei es, die bestehenden Herausforderungen weiter zu beleuchten und mögliche Lösungsansätze im Austausch zu entwickeln.

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