An der Saarländischen Meister- und Technikerschule (SMTS) hat am 10. August das neue Schuljahr begonnen. Die angehenden Fach- und Führungskräfte absolvieren ihre Weiterbildung in Vollzeit und sollen den Bedarf des saarländischen Handwerks an qualifizierten Beschäftigten decken.
Die Meistervorbereitung dauert ein Jahr, die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker zwei Jahre. Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) bietet die Meisterkurse in acht Gewerken an: Kraftfahrzeugtechnik, Maler und Lackierer, Installateur- und Heizungsbau, Metallbau, Tischler, Elektrotechnik, Feinwerkmechanik und Friseur. Besonders viele Teilnehmer verzeichnen die Kurse in Kraftfahrzeugtechnik, Installateur- und Heizungsbau sowie Elektrotechnik.
Die Technikerbildung konzentriert sich auf die Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinentechnik. HWK-Präsident Helmut Zimmer bezeichnete die SMTS bei der Eröffnung als gemeinsames Projekt von Handwerkskammer und Landesregierung. Die Schule bilde praxisorientierte Fach- und Führungskräfte aus, die das saarländische Handwerk benötige. Von den künftigen Meistern erhofft sich Zimmer zudem Betriebsübernahmen und neue Gründungen.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke stellte die berufliche Weiterbildung als wichtigen Teil der wirtschaftlichen Entwicklung des Saarlandes heraus. Meister und Techniker seien Schlüsselkräfte und die Meisterprüfung stehe in ihrer Wertigkeit einem Hochschulabschluss nicht nach, erklärte Barke. Die Landesregierung wolle die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung sichtbarer machen.
Die HWK trägt die SMTS seit 2006 in eigener Verantwortung. Das Land unterstützt die Schule finanziell und personell, unter anderem durch abgeordnete Lehrkräfte. Für die Meistervorbereitung ist eine bestandene Gesellenprüfung erforderlich. Wer den Abschluss als staatlich geprüfter Techniker anstrebt, braucht einen mittleren Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung; Berufserfahrung ist dafür inzwischen nicht mehr vorgeschrieben.
Ab Oktober soll die neue HWK-Bildungsstätte in der Hohenzollernstraße bezugsfertig sein. Meister und Techniker sollen dort künftig ebenfalls unterrichtet werden. Die Handwerkskammer entwickelt ihr Weiterbildungsangebot unter dem Namen „KarriereWerk Saar“ weiter und plant auch Schulungen für ehrenamtlich Tätige im Handwerk.

