Kutzhof. Bei einer behördenübergreifenden Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der A8 haben Einsatzkräfte am Donnerstag zahlreiche Verstöße festgestellt. Zwischen 9 und 13.30 Uhr kontrollierten die Behörden auf dem Rastplatz Kutzhof in Fahrtrichtung Neunkirchen gezielt den Schwerlastverkehr.
Die Kontrolle fand im Rahmen der „Grenz-AG-Transport Freisener Gespräche“ statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Behörden, die den grenzüberschreitenden Güterverkehr im Bereich Frankreich, Luxemburg und Deutschland gemeinsam kontrollieren.
Rund 60 Einsatzkräfte waren an der Aktion beteiligt. Darunter befanden sich Angehörige der Verkehrspolizei des Saarlandes, des Zentralen Verkehrsdienstes der Polizei Rheinland-Pfalz, des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM), des Zolls, der Bundespolizei sowie des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz. Auch Polizeibeamte aus Frankreich und Luxemburg nahmen an der Kontrolle teil.
Insgesamt wurden mehr als 40 Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen überprüft. Dabei stellten die Einsatzkräfte 26 Verstöße fest. Betroffen waren unter anderem die Ladungssicherung, besondere Vorschriften für Abfall- und Gefahrguttransporte, der technische Zustand der Fahrzeuge sowie die Sozialvorschriften zur Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten.
In vier Fällen untersagten die Beamten die Weiterfahrt. Zwei der betroffenen Lastkraftwagen wurden anschließend unabhängig auf einer Prüfstelle untersucht. Dabei stellten die Prüfer so gravierende technische Mängel fest, dass beide Fahrzeuge stillgelegt wurden.
Parallel zur Schwerlastkontrolle fanden im Umfeld des Rastplatzes stationäre Geschwindigkeitsmessungen statt. Dabei wurden insgesamt 322 Verstöße festgestellt.
Auf dem betreffenden Streckenabschnitt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h für Pkw und 60 km/h für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen. 155 Verkehrsteilnehmer müssen nun mit einem Verwarngeld rechnen, gegen 167 weitere wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Besonders deutlich überschritt ein Pkw-Fahrer die zulässige Geschwindigkeit. Er wurde mit 150 km/h gemessen und war damit 70 km/h zu schnell unterwegs. Ihn und zwölf weitere Fahrzeugführer erwarten ein Bußgeld sowie mindestens ein Monat Fahrverbot.
Die Polizei wertet die Zahl der festgestellten Verstöße als Beleg für die Bedeutung solcher ganzheitlichen Verbundkontrollen. Die saarländische Verkehrspolizei kündigte an, auch künftig vergleichbare Kontrollen durchzuführen und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Saarland zu leisten.

