Heusweiler/Saarbrücken. Ein international gesuchter Mann sitzt seit Montag in Saarbrücken hinter Gittern: Zielfahnder der saarländischen Polizei haben am 26. Mai 2025 einen 45-jährigen kroatischen Staatsbürger im Umfeld seiner Arbeitsstelle in Heusweiler festgenommen. Gegen den Mann lag ein Europäischer Haftbefehl der luxemburgischen Behörden vor – der Vorwurf: Betrug, Fälschung von amtlichen Dokumenten sowie Handel mit diesen Dokumenten.
Wie die Landespolizeidirektion mitteilt, verlief der Zugriff ohne Zwischenfälle. Der Gesuchte wurde von den Zielfahndern lokalisiert und widerstandslos festgenommen. Die luxemburgische Justiz wirft dem Mann vor, in mehreren Fällen gefälschte Papiere genutzt und damit Betrugsdelikte begangen zu haben. In Luxemburg drohen für diese Straftaten Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren.
Nachdem sich der 45-Jährige den luxemburgischen Ermittlungen entzogen hatte, tauchte er unter und flüchtete ins Saarland. Die saarländische Polizei übernahm den Fall, spürte den Mann auf und stellte ihn einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Saarbrücken vor. Dieser erließ einen Haftbefehl. Bis zu seiner Überstellung an die luxemburgischen Behörden verbleibt der Mann in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken.
Innenminister Reinhold Jost lobte das konsequente Vorgehen der Ermittler:
„Der Zugriff zeigt einmal mehr, wie effektiv und verlässlich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden funktioniert. Ich danke den Ermittlern der Landespolizeidirektion für ihren schnellen und professionellen Einsatz. Wer glaubt, sich seiner Verantwortung entziehen zu können, irrt – früher oder später kommt das Recht zur Geltung.“

