Die Ankündigung der saarländischen Landesregierung, die Geburtsklinik und die Kinderklinik am Marienhausklinikum Kohlhof zu schließen und die Leistungen nach St. Wendel zu verlagern, sorgt für massive Kritik aus den Reihen der CDU. Die Landtagsabgeordneten Alwin Theobald, Sandra Johann und Anja Wagner-Scheid sowie der Bundestagsabgeordnete Roland Theis sprechen sich entschieden gegen die Pläne aus.
„Die Planungen zur Schließung der Kinderklinik und Geburtshilfe auf dem Neunkircher Kohlhof sind eine Katastrophe für den Landkreis Neunkirchen und die Familien in der Region“, erklärt Alwin Theobald. Besonders für junge Familien, Schwangere und Kinder bedeute die Maßnahme längere Wege und weniger Versorgungssicherheit. Zudem kritisiert er die unklare Zukunft des sozialpädiatrischen Zentrums: „Von einer gesicherten Zukunft kann keine Rede sein – im Gegenteil: Es steht alles auf der Kippe.“
Sandra Johann hebt hervor, dass mit der Geburtsklinik ein Alleinstellungsmerkmal verloren gehe: „Mit der Schließung wird zudem die einzige Geburtsklinik im Saarland geschlossen, die ausschließlich mit Beleghebammen arbeitet – ein einzigartiges und erfolgreiches Modell.“ Ihrer Ansicht nach sei die Klinik in St. Wendel nicht in der Lage, die bisherigen Geburtenzahlen vom Kohlhof zu übernehmen: „Wer das Gegenteil behauptet, macht den Menschen in unserer Region etwas vor.“
Auch Roland Theis zeigt sich besorgt über die geplante Umstrukturierung. „Die Kinder im Raum Neunkirchen dürfen nicht die Verlierer dieser Umstrukturierung sein.“ Er fordert vom Gesundheitsministerium eine rasche Klärung zur Zukunft des sozialpädiatrischen Zentrums und zur ambulanten kinderärztlichen Versorgung.
Anja Wagner-Scheid warnt ebenfalls vor negativen Auswirkungen auf die gesamte Region. Die Aufgabe der Klinik treffe nicht nur Neunkirchen, sondern auch die angrenzenden Kommunen im Sulzbach- und Fischbachtal. „Statt einer Stärkung einer verlässlichen, gut erreichbaren und zukunftsfähigen Versorgung erleben wir einen weiteren Rückzug aus der Fläche. Die Landesregierung muss ihren Kurs dringend überdenken – die Menschen in unserer Region haben Besseres verdient.“
Die CDU-Vertreter fordern ein Umdenken bei der Landesregierung und fordern den Erhalt einer umfassenden medizinischen Versorgung für Familien vor Ort.



