StartBildungCDU sieht alarmierenden Trend bei Lehrer-Abgängen im Saarland

CDU sieht alarmierenden Trend bei Lehrer-Abgängen im Saarland

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Die Zahl der Lehrkräfte, die den Schuldienst im Saarland vorzeitig verlassen, ist nach Angaben einer aktuellen Studie deutlich gestiegen. Das geht aus einer Untersuchung des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) sowie aus Berichten des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ hervor. Demnach liegt die Abgangsquote im Saarland im Schuljahr 2024/2025 bei 7,5 Prozent und damit über dem Niveau vieler westdeutscher Bundesländer.

Nach Darstellung der CDU-Landtagsfraktion zählt das Saarland damit zu den Bundesländern mit besonders hohen Abgangszahlen. In der politischen Bewertung sieht die Partei darin eine besorgniserregende Entwicklung. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Jutta Schmitt-Lang, erklärte: „Besorgniserregend sind nicht allein die Zahlen selbst, sondern der Trend dahinter: Immer weniger Lehrkräfte scheiden altersbedingt aus, immer mehr gehen vorzeitig – wegen Überlastung, Frustration und fehlender Perspektiven.“

Während andere westdeutsche Länder ihre Abgangsquoten teils gesenkt hätten, sei im Saarland eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. „War der Anteil dauerhaft ausscheidender Lehrkräfte hier lange vergleichsweise moderat, ist er im Schuljahr 2023/24 bereits auf 6,5 Prozent gestiegen und liegt im aktuellen Schuljahr 2024/25 laut neuesten Angaben bei 7,5 Prozent. Das ist ein Niveau, das sonst vor allem aus strukturschwachen ostdeutschen Regionen bekannt ist.“

Schmitt-Lang sieht die Ursachen unter anderem in einer aus ihrer Sicht unzureichenden Unterstützung der Schulen durch die Landesregierung. „Dieser Befund ist kein Zufall und kein bundesweiter Trend, dem das Saarland hilflos ausgeliefert wäre. Er ist das Ergebnis einer Bildungspolitik, die Lehrkräfte mit wachsenden Aufgaben konfrontiert, ohne ihnen die nötige Unterstützung zu geben.“ Die Anforderungen an Schulen seien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – etwa durch Digitalisierung, Inklusion, Sprachförderung oder den Umgang mit Gewalt und Mobbing.

Die CDU-Politikerin kritisiert in diesem Zusammenhang die Bildungspolitik der SPD-geführten Landesregierung: „Von der Digitalisierung über Inklusion bis hin zu Sprachförderung und dem Umgang mit Gewalt und Mobbing: Die SPD-geführte Landesregierung verkündet regelmäßig klangvolle Überschriften, aber lässt die Schulen bei der Umsetzung viel zu sehr allein. Echte Entlastungsmaßnahmen bleiben aus, während die Belastungen ungebremst wachsen.“

Nach Ansicht der CDU verlören Lehrkräfte zunehmend die Perspektive auf Verbesserungen im Berufsalltag. „Wer seinen Beruf liebt, aber dauerhaft ohne Rückendeckung arbeitet und keine Perspektive auf Verbesserung sieht, zieht irgendwann die Konsequenzen und verlässt den Schuldienst, oft sogar auf Kosten seiner Beamtenprivilegien. Genau das passiert im Saarland gerade in zunehmendem Maß.“

Die CDU fordert die Landesregierung auf, die Entwicklung ernst zu nehmen und konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Lehrkräfte vorzulegen. „Was Lehrkräfte brauchen, sind spürbare Entlastung im Schulalltag, echte Wertschätzung und eine Bildungspolitik, die nicht bei der Pressemitteilung aufhört.“

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