Dienstag, Juni 15, 2021

Covid-19-Impfung während der Krebstherapie

Politik

Foto: Dr. Steffen Wagner, Vorstandsvorsitzender der Saarländischen Krebsgesellschaft

Die Zulassung der ersten Impfstoffe und der Impfstart in Deutschland sind große Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Coronavirus. Bis ausreichende Impfstoffmengen für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen, werden neben medizinischem Personal zuerst die Menschen geimpft, die zu den Risikogruppen zählen und bei denen ein schwerer Verlauf zu befürchten ist. 

Was bedeutet das für Menschen, die an Krebs erkrankt sind? 

Krebskranke Menschen gehören zur Risikogruppe. Die Risikogruppe wurde in drei Kategorien mit unterschiedlicher Priorisierung aufgeteilt: 

 Höchste Priorität: u.a. alle über 80-jährigen, Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Personal von ambulanten Pflegediensten, auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, Rettungsdienst, transplantationsmedizinischen Zentren, Palliativversorgung und Onkologie. 

 Hohe Priorität: u.a. alle über 70-jährigen, Menschen nach Organtransplantationen, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren. 

 Erhöhte Priorität: u.a. Menschen, die an Krebs erkrankt sind (außer sie fallen in eine der oberen Gruppen), über 60-jährige und Personen mit erhöhtem Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf, Personal in Hausarztpraxen und Laboren. 

Dr. Steffen Wagner, Vorstandsvorsitzender der Saarländischen Krebsgesellschaft erklärt: „Das Risiko, einen schweren Verlauf von Covid-19 zu erleiden, kann bei Menschen, die an Krebs erkrankt sind, nicht generell hoch oder niedrig eingestuft werden. Verschiedene Faktoren wie beispielsweise die Krebsart, aktuell anstehende Therapien, Vor- und Begleiterkrankungen sowie das Alter spielen hier eine große Rolle und machen eine pauschale Einstufung unmöglich.“ Doch woher wissen Krebspatientinnen und -patienten nun, ob eine Impfung gegen Covid-19 durchgeführt werden sollte? „Betroffene sollten die behandelnden Ärzte um eine Einstufung bitten.“ betont Dr. Wagner. Wenn eine Impfung nicht empfohlen werden kann, ist wichtig, das Ansteckungsrisiko durch Desinfektion und Kontaktreduzierung möglichst gering zu halten.

Das Team der Saarländischen Krebsgesellschaft berät und begleitet Sie gerne in psychoonkologischen und psychosozialen Fragen.

Kontakt für Bertoffene und Informationen unter: Saarländische Krebsgesellschaft e.V. Bruchwiesenstr. 15, 66111 Saarbrücken
Tel: 0681 / 309 88-100
E-Mail: info@krebsgesellschaft-saar.de
WEB: www.krebsgesellschaft-saar.de 

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