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Mittwoch, September 29, 2021

Dieter Trost – Der St. Ingberter Künstler im Portrait

Aus den Kreisen

Artikel aus dem aktuellen INGO, Ausgabe 05/2016. Fotos: Birgit Kuhn

Dieter und Traudel Trost leben in herrlicher Umgebung in Schüren, im ehemaligen Hotel Waldhof, das in luftige und lichtdurchströmte Appartements umgebaut wurde. Mitten in der Natur und am idealen Ort, um sich inspirieren zu lassen. Da verwundert es nicht, dass oftmals Landschaften und Naturelemente wie Bäume zu den bevorzugten Motiven von Dieter Trost zählen. Er bildet diese aber nicht eins zu eins ab: „Es ist eine Realität vorhanden, die ins Surreale oder ins Fantastische übersteigert wird.“ Beschreibt der Künstler seine Bilder in eigenen Worten.

Seine bevorzugten Techniken sind Aquarellmalerei und Zeichnen mit der Feder. Seit einiger Zeit experimentiert er aber auch mit digitalen Arbeiten. Insbesondere seit ihm sein ehemaliges Atelier in der Pasteurstraße nicht mehr zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist er schon seit seiner Schulzeit an Typographie interessiert und verwendet entsprechende Elemente immer wieder in seinen Arbeiten.

Dieter Trost wurde 1934 in St. Ingbert geboren. Er besuchte die Schule mit einem anderen bekannten St. Ingberter, Manfred Schmelzer. Dann wechselte er zum Priesterseminar ins Missionshaus nach St. Wendel, sah aber bald ein, dass es Gründe dafür gibt, nicht Priester zu werden. Er studierte von 1955 bis 1960 Bildende Kunst an der Schule für Handwerk und Kunst in Saarbrücken, wobei er von Koryphäen wie Oskar Holweck, Karl Kunz, Boris Kleint unterrichtet wurde. Damals traf er auch auf seinen Freund Albert Haberer aus St. Wendel, der sich in der Kunstwelt ebenfalls einen großen Namen erarbeitet hat. Darüber hinaus studierte Dieter Trost Philosophie bei Béla von Brandenstein an der Universität des Saarlandes.

Bald nach Abschluss seiner Studien heiratete er Traudel Bartscherer, mit der er zwei Töchter hat. 1963 ging es zum Referendariat ans Krebsberggymnasium in Neunkirchen, wo er sein gesamtes Arbeitsleben blieb, bis er im Alter von 63 Jahren in Rente gegangen ist. Zwischendurch besuchte er sich regelmäßig die Salzburger Sommerakademie und gab sein eigenes Wissen in Fachkursen an der Volkshochschule St. Ingbert weiter.

Als Künstler verschaffte er sich durch Ausstellungen in St. Ingbert, Saarbrücken, Kaiserslautern, St. Herblain, Radebeul, Lübben oder Weimar eine große Reputation. Die Anerkennung seines Werkes führte auch zur Berufung in die Albert-Weisgerber-Jury. Die Situation um dessen Werk gefällt ihm übrigens nicht: „Man hätte warten müssen, bis die Räumlichkeiten in der Baumwollspinnerei zur Verfügung stehen, bevor man die Sammlung aus dem alten Landratsamt entfernt hat.“ Er selbst ist auf der Suche nach einem geeigneten Atelier, um seine Malerei wieder aufnehmen zu können.

Wer rastet der rostet. Dieter Trost wird das nicht passieren. Er ist von Kindesbeinen an ein begeisterter Sportler gewesen, hat beim TV St. Ingbert die Basketballabteilung mitbegründet und ist regelmäßig im Fitnessstudio anzutreffen. „Damit die Gelenke nicht noch steifer werden“ sagt er lächelnd und führt uns hinaus auf den Flur des Hauses am Schürener Wald, wo viele seiner wunderbaren Bilder hängen. Wir sprechen über Bekannte und die Möglichkeit, seine Werke in einem Buch zusammenzufassen und dann müsste natürlich eine Ausstellung folgen… Wir werden noch viel von Dieter Trost hören.

Kontakt:

Dieter Trost


Schüren 22b
66386 St. Ingbert
Telefon: 06894-2997
E-Mail: trost@onlinehome.de
Internet: www.dietertrost.de

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