- Online-Bauanträge nun in mehreren Landkreisen und Städten möglich
- Schnellere Verfahren und weniger Bürokratie durch digitale Abwicklung
- Weitere Onlinedienste sollen schrittweise folgen
Das Saarland hat die digitale Antragstellung im Bauwesen auf weitere Regionen ausgeweitet. Nach dem Start im Landkreis Saarlouis Anfang 2025 können Bauanträge nun auch in den Landkreisen Merzig-Wadern, Neunkirchen und Saar-Pfalz-Kreis sowie in den Städten St. Ingbert und Homburg vollständig online eingereicht werden.
Mit der Erweiterung des Angebots sollen Bauverfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Bürgerinnen und Bürger können ihre Anträge nun digital einreichen, ohne Papierformulare ausfüllen oder persönlich bei Behörden vorsprechen zu müssen. Nach Angaben des Landes führt dies zu mehr Transparenz und einer Entlastung sowohl für Antragstellende als auch für die Verwaltung.
Digitalminister Jürgen Barke bezeichnete den Ausbau als wichtigen Schritt zur Modernisierung der Bauverwaltung. Ziel sei es, bürokratische Hürden abzubauen und Verfahren vollständig digital abzuwickeln. Auch Bauminister Reinhold Jost sieht in dem Projekt einen praktischen Nutzen für Bürger und Behörden.
Zu den aktuell verfügbaren Online-Diensten zählen unter anderem das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren, die Anzeige des Baubeginns sowie Meldungen zur Beseitigung von Anlagen. Im Pilotlandkreis Saarlouis wurde das Angebot bereits weiter ausgebaut und umfasst zusätzliche Leistungen wie Teilbaugenehmigungen und Auskünfte aus dem Baulastenverzeichnis.
Die digitale Baugenehmigung ist Teil der Umsetzung des Onlinezugangsgesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Weitere Funktionen sollen in den kommenden Monaten schrittweise in den beteiligten Kommunen eingeführt werden.

