Im Rahmen der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst hat sich die DPolG Saarland am 10. Februar an einem landesweiten Warnstreik sowie an einer Kundgebung des dbb beamtenbund und tarifunion beteiligt. Mit der Aktion wollten zahlreiche Beschäftigte ihren Unmut über die bislang ergebnislosen Verhandlungen zum Ausdruck bringen und den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.
Nach Angaben der Gewerkschaft kritisierte der Landesvorsitzende Markus Sehn in seiner Rede insbesondere, dass auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt worden sei. Dies sei aus Sicht der Beschäftigten ein deutliches Signal mangelnder Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes.
Sehn betonte dabei vor allem die Rolle der Tarifbeschäftigten innerhalb der Polizei. Neben Polizeivollzugsbeamten übernehmen tariflich Beschäftigte zahlreiche Aufgaben – etwa in der Sachbearbeitung, der Informationstechnologie, der Fahrzeugwartung oder im Sicherheitsbereich. Ohne diese Unterstützung sei ein funktionierender Polizeibetrieb aus Sicht der Gewerkschaft nicht möglich. Anerkennung müsse sich deshalb nicht nur in öffentlichen Bekundungen zeigen, sondern auch in der Bezahlung widerspiegeln.
Die Gewerkschaften fordern in den Tarifverhandlungen eine Erhöhung der Einkommen um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Nach Einschätzung der Gewerkschaft handelt es sich dabei um eine notwendige Maßnahme, um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu erhalten und den Fachkräftemangel einzudämmen.
Darüber hinaus sieht die Gewerkschaft auch im Beamtenbereich Handlungsbedarf. Sehn verwies auf die Diskussion um eine amtsangemessene Besoldung und forderte die Landesregierung auf, bestehende rechtliche Vorgaben zu berücksichtigen.
Mit der Beteiligung an der Kundgebung wollten die Beschäftigten nach Angaben der Gewerkschaft ein deutliches Signal an Politik und Arbeitgeber senden, dass sie weitere Verzögerungen in den Tarifverhandlungen nicht akzeptieren.

