Sonntag, März 7, 2021

Bürgerversammlung in St. Ingbert: Grünes Licht für EDEKA?

Politik

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Der Stadtrat, beherrscht aus einer Koalition von CDU, Grünen und der Familienpartei, hatte bisher den Planungen von EDEKA, auf die gegenüberliegende Seite südlich der Straße “Am Mühlwald” zu ziehen, eine Absage erteilt. Nun sieht es so aus, als seien die wesentlichen Einwände ausgeräumt, so dass das Grundstück in Kürze veräußert werden kann.

Das Dach in Orange stellt den künftigen Lebensmittelmarkt dar. Darunter, zum Sportfeld hin, sollen 150 Parkplätze entstehen.

Die von der Abteilung Stadtentwicklung vorgestellten Planungen sind noch im Konzeptstatus, zeigten aber einen guten Überblick über das, was die Anwohner und künftigen Nutzer des Lebensmittelmarktes erwarten wird. Dieser wird mit einem oberen Parkdeck direkt an die Straße “Am Mühlwald” angedockt. Dort werden 68 Parkplätze zur Verfügung stehen. Im unteren Bereich, der durch einen seitlichen Zugang erreichbar sein wird, sind insgesamt 150 Stellplätze vorgesehen, 30 davon für Besucher des Kleinsportfelds, das von dem momentan noch existierenden Hartplatz abgezwackt werden wird. Dies können aber immerhin noch Mannschaften bis zur D-Jugend nutzen. Ein Vertreter des SV St. Ingbert rügte allerdings die Platzierung der Umkleide und schlug vor, diese näher an das Mühlwaldstadion zu rücken, da gegenwärtig kein Gebäude zur Verfügung stehe, wo man sich umziehen könne. Die alte Umkleide nahe der Tischtennishalle wurde von der Stadt gesperrt.

Oberbürgermeister Wagner freute sich über eine konstruktive Sitzung.

Flankiert werden die Maßnahmen durch den Bau zweier Kreisel, einer an der Einmündung der Spieser Landstraße, der kleinere direkt gegenüber des jetzigen EDEKA-Standorts am Mühlwald. Das alte Gebäude soll einer neuen Nutzung zugeführt werden, eventuell aus den Bereichen Sport oder Dienstleistungen. Ausgeschlossen ist auf jeden Fall, dass hier wieder ein Lebensmittelhändler einzieht.

Die Bürgerversammlung fand reges Interesse bei den Bürgern und den Stadtratsmitgliedern. Auf Wahlkampf-Polemik wurde vollends verzichtet.

Die Fragerunde brachte einige Bedenken der Anwohner zu Tage. besonders die Themen Verkehrssicherheit für Fußgänger und Geräuschbelästigung beschäftigen die Menschen im Umfeld des geplanten Marktes. Alles in allem erhoffen sich die meisten wohl eine Verbesserung in Sachen Lebensmittelversorgung und auch eine Verringerung der Geräuschs- und Verkehrsbelastungen.

Gertrud Thiel hofft auf eine schnellst mögliche Umsetzung der Pläne.

Sobald die Grundstücksveräußerung beschlossen wurde, können auch die Planer des Landesbetriebes für das Straßenwesen loslegen. Ihre Schätzung für den Bau der beiden Kreisel lag bei etwa 2,5 Jahre. Eine ähnliche Zeit dürften die Planbewilligungen und die Errichtung des neuen Marktgebäudes beanspruchen.

Regionalverband Saarbrücken

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