Schengen/Saarlouis – Im Zeichen der europäischen Freundschaft besuchte der Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher gemeinsam mit Christiane Bähr, Leiterin der Stabsstelle Europa und internationale Zusammenarbeit, die luxemburgische Gemeinde Schengen. Im Mittelpunkt des Treffens mit Bürgermeister Michel Gloden stand das neue Schengen-Museum, das die Geschichte und Bedeutung des Schengener Abkommens dokumentiert und erlebbar macht.
Museumsleiterin Martine Kneip führte die Gäste durch die neue Ausstellung. Der Besuch diente dem Austausch über gemeinsame europäische Werte und der Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Grenzstädten.
„Schengen ist ein Symbol für ein vereintes Europa, das wir in Saarlouis als Europastadt mit voller Überzeugung leben“, betonte Oberbürgermeister Speicher. Er sprach sich dafür aus, die Funktionsfähigkeit des Schengen-Raums durch effektiven Außengrenzschutz wiederherzustellen, damit das Prinzip der offenen Grenzen für Bürgerinnen und Bürger im Alltag erneut spürbar wird. Zugleich kritisierte er politische Versäumnisse, die aus seiner Sicht dazu geführt hätten, dass Kriminelle die Möglichkeiten des Schengen-Raums teils effektiver genutzt hätten als europäische Sicherheitsbehörden.
Bürgermeister Michel Gloden hob bei seiner Begrüßung hervor: „Saarlouis ist für uns ein bedeutender Nachbar und Partner. Als nächstgrößere Stadt jenseits der deutschen Grenze verbindet uns nicht nur die Nähe, sondern vor allem ein starkes europäisches Band.“
Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung der restaurierten „Prinzessin Marie-Astrid Europa“. Auf dem historischen Schiff wurde am 14. Juni 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet – ein Meilenstein europäischer Integration.
Der Besuch unterstrich die enge Partnerschaft zwischen Schengen und Saarlouis und die gemeinsame Verantwortung, den europäischen Gedanken aktiv zu pflegen und weiterzuentwickeln.

