- Verband verhängt Geldstrafe von 20.000 Euro gegen den FC 08 Homburg
- Vorfälle ereigneten sich beim Regionalliga-Spiel gegen den SV Sandhausen
- Verein kündigt konsequentes Vorgehen gegen beteiligte Personen an
Der FC 08 Homburg ist nach Ausschreitungen beim Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Sandhausen mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro belegt worden. Das teilte der Verein am Freitag mit. Nach Angaben des Klubs handelt es sich um die bislang höchste Strafe dieser Art in der Vereinsgeschichte.
Während der Partie am 15. November 2025 war es im Zuschauerbereich beider Fanlager zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Laut Vereinsangaben wurden Rauchtöpfe und ein Knallkörper gezündet. Zudem sei im Heimbereich ein Banner des SV Sandhausen gezeigt worden, was die Situation weiter verschärft habe.
Im weiteren Verlauf kam es nach einem Platzsturm dazu, dass sowohl Gästeanhänger als auch Personen aus dem Heimbereich den Innenraum betraten. Die Lage habe erst durch das Eingreifen von Ordnungskräften und Polizei unter Kontrolle gebracht werden können.
Von der verhängten Geldstrafe können nach Angaben des Vereins 5.000 Euro in sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen investiert werden. Weitere 5.000 Euro sowie die Auflage, ein Auswärtsspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, wurden zur Bewährung ausgesetzt.
In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden seien mehrere Tatverdächtige identifiziert worden. Gegen die Beteiligten wurden demnach Strafverfahren eingeleitet. Zudem sprach der Verein vor dem Rückspiel Stadionverbote aus. Betroffen seien überwiegend Anhänger der TSG Hoffenheim sowie des SV Sandhausen.
Der FC Homburg kündigte außerdem an, die identifizierten Personen zivilrechtlich in Regress zu nehmen, um die Verbandsstrafe auf die Verantwortlichen umzulegen.
Der Verein erklärte, die Vorfälle hätten bundesweit für negative Schlagzeilen gesorgt und dem Klub erheblichen Schaden zugefügt. Besonders kritisch bewertet der FC Homburg nach eigenen Angaben, dass rivalisierende Gruppen anderer Vereine das Stadion für ihre Auseinandersetzungen genutzt hätten.

