Der 1. FC Saarbrücken hat die Position des Torwarttrainers neu besetzt. Künftig wird Dirk Orlishausen die Torhüter der Blau-Schwarzen betreuen. Der bisherige Torwarttrainer des FC Hansa Rostock wechselt an die Saar und soll dort eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der Torhüter einnehmen.
Der Wechsel ist als grundlegende Zäsur zu verstehen, denn rund um die Torwartposition ändert sich nach dem Fortgang von Frank Kackert und dem Auslaufen der Verträge von Phillip Menzel, Tim Paterok und Jonas Nickisch alles. Völlig unerwartet kommt die Neuverpflichtung allerdings auch nicht: Zwischen FCS Sportvorstand Markus Thiele und Dirk Orlishausen besteht eine langjährige Verbindung: Bereits während Thieles Zeit als Sportvorstand beim FC Hansa Rostock gehörte Orlishausen zum Verein. Gleichzeitig kennt der neue Torwarttrainer den Chefcoach Argirios Giannikis aus gemeinsamen Karlsruher Zeiten. Gerüchteweise soll der Wechsel von Orlishausen auch die Verpflichtung von Benjamin Uphoff nach sich ziehen.

Offiziell verwies der FCS vor allem auf die fachlichen Qualitäten des neuen Torwarttrainers. „Dirk hat bei Hansa Rostock bewiesen, wie wertvoll er sein kann. Er entwickelt Torhüter weiter und ist auch menschlich top“, erklärte Markus Thiele zur Vorstellung. Tatsächlich bringt Orlishausen umfangreiche Erfahrungen aus mehr als zwei Jahrzehnten im Profifußball mit. Der ehemalige Torhüter absolvierte unter anderem 168 Drittligaligaspiele für Rot-Weiß Erfurt sowie 163 Pflichtspiele für den Karlsruher SC. Dort führte er die Mannschaft als Kapitän zeitweise bis an die Schwelle zur Bundesliga. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wechselte er fließend ins Trainerfach und prägte über viele Jahre die Torhüterausbildung bei Hansa Rostock.
Für Saarbrücken gewinnt die Verpflichtung zusätzliche Bedeutung, weil der Verein zeitgleich sein Torhüterteam neu aufstellt. Mit dem österreichischen U21-Nationaltorhüter Matteo Bignetti vom SK Sturm Graz sowie dem 19-jährigen Benjamin Lade von der TSG Hoffenheim hat der FCS gleichzeitig zwei neue, erwartungsvolle Schlussmänner verpflichtet. Beide gelten als entwicklungsfähige Spieler, die von der Erfahrung ihres neuen Torwarttrainers profitieren sollen.

