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FCS: Budgetblockade und Trainingsauftakt

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Während sich mehrere Hundert FCS-Fans zum Trainingsauftakt im Sportfeld einfanden, krachte es hinter den Kulissen des größten saarländischen Traditionsvereins gewaltig. Der Aufsichtsrat, so machte es schnell die Runde, habe die Budgeterhöhung, welche das Präsidium beantragt habe, um der sportlichen Leitung zu erlauben, weitere Neuverpflichtungen zu tätigen, abgelehnt. Woran es liegt? An der Gegenfinanzierung, sagte Aron Zimmer, Vorsitzender des Kontrollgremiums, der Saarbrücker Zeitung. Uns gegenüber erwähnte Zimmer, dass die Information, der Aufsichtsrat die Erhöhung des Budgets abgelehnt habe, sei „nicht ganz korrekt“. Weitere Informationen erhoffen wir uns von einem Telefonat, dass uns Zimmer für den späten Donnerstagvormittag zugesagt hat.

Bereits vor einer Woche erhielten wir die Nachricht, dass das zur Lizensierung eingereichte und vom Aufsichtsrat freigegebene Budget ausgereizt sei. Ein beim FCS zu dieser Zeit normaler Vorgang, denn der Verein legt für die Erreichung der Lizenz sehr moderate Zahlen zugrunde, etwa beim geschätzten Zuschaueraufkommen, die mit höchster Wahrscheinlichkeit deutlich übertroffen werden. Auf dieser Basis wurde jeweils im Sommer eine Schippe draufgelegt, um den Kader zu verstärken. In diesem Zusammenhang begegnete uns immer wieder die Zahl 1,5 Millionen.

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Am Mittwochabend soll sich der Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung getroffen haben, bei der es sich um Ergebnisse der rund vierwöchigen Prüfung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY gedreht haben soll. Hier standen die Zahlungsvorgänge rund um das Merchandising im Fokus, wie uns eine gut informierte Quelle mitteilte.

Wie auch immer diese Vorgänge enden und bewertet werden müssen, der Zeitpunkt für all diese Maßnahmen könnte nicht ungeeigneter sein. Unterschriftsreife Verträge liegen offensichtlich vor, können aber nicht umgesetzt werden. Trainer Alois Schwartz und sein Team müssen vorerst mit 19 Spielern zurechtkommen, darunter Amine Naifi, der wegen seines Kreuzbandrisses wenigstens noch bis November ausfallen wird und dem heute nach monatelanger Adduktorenverletzung frisch ins Training eingestiegenen Richy Neudecker. Und dies in einer Phase, in welcher üblicherweise der Kader bis auf wenige Ausnahmen stehen sollte, um die in fünf Wochen beginnende Saison vorbereiten zu können.

Einen Neuzugang konnte Stadionsprecher Christoph Tautz immerhin präsentieren: Luca Wollschläger, der aus Berlin an die Saar wechselte und sich gleich ehrgeizig präsentierte: Er wolle zweistellig treffen, verkündete der Mann aus Bergen auf Rügen dem klatschenden Publikum.

Frank Kackert

Viel Herzblut verströmte Rückkehrer Frank Kackert. Nach sechs Jahren in der Diaspora, in der er viele Erfahrungen bei Borussia Mönchengladbach und dem SC Freiburg sammeln konnte, wird er als Nachfolger des beliebten „Hämmers“, Michael Weirich, agieren. Eine erste Schrecksituation hatte er zu überstehen, als sein „1A“ Keeper Phillip Menzel das Training wegen Schmerzen im Handgelenk abbrechen musste. Im Interview mit Tautzi konnte er aber leichte Entwarnung geben.

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