Der 1. FC Saarbrücken hat seine Generalprobe vor dem Drittliga-Auftakt am kommenden Samstag bei Energie Cottbus erfolgreich gestaltet. Gegen den luxemburgischen Erstligisten F91 Dudelange setzten sich die Blau-Schwarzen nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient mit 3:1 durch. Vor rund 500 Zuschauern drehten die Saarländer einen frühen Rückstand dank starker zweiter Halbzeit.
Chefcoach Alois Schwartz startete mit folgender Formation:
Menzel – Sonnenberg, Bormuth, Bichsel – Wilhelm, Krahn, Zeitz, Civeja, Bretschneider – Pick – Brünker

In den ersten 45 Minuten agierte Saarbrücken durchaus strukturiert, konnte jedoch aus den vorhandenen Chancen zunächst kein Kapital schlagen. Nach einer verpassten Gelegenheit durch Niko Bretschneider (3.) und einigen sehenswerten Offensivaktionen durch den auffälligsten Akteur auf dem Platz, Florian Pick, geriet der FCS in Rückstand. Dudelanges rumänischer Neuzugang Ștefan Tudor Neamțiu nutzte die erste echte Möglichkeit der Hausherren und ließ Torhüter Phillip Menzel mit seinem platzierten Schuss keine Abwehrchance (31.). Vorangegangen war allerdings ein schwerer Patzer von Joel Bichsel.

Cheftrainer Alois Schwartz analysierte anschließend: „Die erste Halbzeit war auch schon ein ordentliches Spiel. Bis zu dem 1:0, bei dem wir den Ball quasi selbst reinschießen und dann den Gegner machen lassen. Das war die erste Möglichkeit, die der Gegner eigentlich hatte. Wir hatten vorher gute Möglichkeiten und hätten führen können. Und dann hat man gemerkt, die letzten 10 Minuten, Viertelstunde war es ein bisschen wild, man wollte zu viel.“
Nach der Pause brachte Schwartz frische Kräfte und mehr Schwung in die Partie. Besonders die Einwechslungen von Dominic Baumann, Luca Wollschläger und Kasim Rabihic zahlten sich unmittelbar aus. Wollschläger glich nur Sekunden nach seiner Einwechslung aus kurzer Distanz aus (64.) und bereitete später den Führungstreffer durch Rabihic vor (76.). Rabihic selbst sorgte mit seinem zweiten Treffer kurz darauf für den 3:1-Endstand (82.). Er bildete mit Niko Bretschneider ein starkes Duo auf der linken Seite. Dominic Baumann erwies sich als dauernder Unruheherd, den die Abwehr der Luxemburger nie in den Griff bekam.

„Wir haben uns nochmal sortiert und haben auch gesagt, so ein dummer Fehler, aber letztendlich zeigt auch das eine Mannschaft, dass man wieder zurückkommt… . Insgesamt war der Sieg fast sogar ein bisschen zu niedrig von den Möglichkeiten her. Da müssen wir ein bisschen kaltschnäuziger sein“, betonte Schwartz nach Abpfiff.
Neben den Torschützen hob Schwartz besonders die Rückkehr des zuvor verletzten Phillip Menzel positiv hervor: „Philipp Menzel hat das gut gemacht heute. Erstmal war wichtig, dass er mal wieder gespielt hat. Er war lautstark, er war gleich da, er war präsent, und das war wichtig.“
Personell bleiben die Saarländer trotz des positiven Ergebnisses noch angeschlagen. Schwartz bestätigte, dass Spieler wie Sebastian Vasiliadis, Philip Fahrner, Richy Neudecker und Paddy Schmidt weiterhin ausfallen. Dennoch blickt er optimistisch auf den Ligastart: „In Cottbus muss man dagegenhalten. Da muss man gewappnet sein, da muss man mutig sein. Dann kann man was holen.“
Insgesamt zeigte sich Schwartz zufrieden mit der Vorbereitung und insbesondere mit der gewonnenen Tiefe im Kader: „Wir haben mit Robin Bormuth hinten dazugewonnen, der eine andere Art hat, mit Bretschneider einen Spieler, der Situationen erkennt. Mit Baumann und Wollschläger haben wir vorne andere Elemente dazugewonnen. Da sind wir schon jetzt ganz gut aufgestellt.“ Dennoch schloss Schwartz nicht aus, dass es noch eine weitere personelle Verstärkung geben könnte, um weiterhin flexibel agieren zu können.
Fotogalerie von Catharina Kuhn:


























