Wenn morgen um 14 Uhr der Anpfiff im Ludwigsparkstadion ertönt, trifft ein 1. FC Saarbrücken, der den Klassenerhalt inzwischen gesichert hat, auf einen SV Waldhof Mannheim, der ebenfalls eine Saison abschließen will, von der man sich deutlich mehr erwartet hatte. Dennoch könnte das Treffen zumindest auf saarländischer Seite zu einem Highlight werden, denn das Drumherum verspricht gute Atmosphäre und einen kurzen Blick in eine sehr erfolgreiche Phase des Vereins.

Denn um 13.30 Uhr wird auf dem Rasen die ehemalige Mannschaft von 1976 geehrt, die unter Slobodan Cendic den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Noch heute sind viele Namen darunter, die nicht nur den Fußball der Region geprägt haben: Egon Schmitt, Dieter Ferner, Frank Holzer, Husnija Fazlic, die berühmten Traser-Zwillinge und natürlich Felix Magath. Beklatscht werden die Helden von 1976 u.a. auch von einer Gruppe FCS-Fans aus Barnsley.
Aber nicht nur abseits des Platzes dürfte es interessant werden. Cheftrainer muss den besten Verteidiger im FC-Trikot dieser Spielzeit ersetzen: Lasse Wilhelm. Der junge Hesse leidet unter leichten muskulären Problemen und konnte im heutigen Training nur leichte Läufe absolvieren. Für ihn dürfte Robin Bormuth ins Team zurückkehren, so dass sich voraussichtlich folgende Elf ergibt:
Menzel – Fahrner, Bormuth, Bichsel, Bretschneider – Sontheimer, Vasiliadis – Multhaup, Civeja, Pick – Brünker
Waldhof-Trainer Luc Holtz blickt der Aufgabe in Saarbrücken mit Respekt entgegen. Er monierte nach der Partie seiner „Buwe“ gegen Schweinfurt vor allem die fehlende Effizienz und die aus seiner Sicht zu langsame, zu unpräzise Arbeit mit dem Ball. Gleichzeitig machte er klar, dass er offensiven Fußball grundsätzlich höher bewertet als eine rein defensive Ausrichtung, auch wenn das Risiko von Gegentoren dabei größer ist. Gegen Saarbrücken erwartet Holtz ein intensives Derby gegen eine Mannschaft mit Qualität und Heimstärke, die durch den jüngsten Erfolg in Essen zusätzliches Selbstvertrauen getankt habe.
Das Match wird als „Rot-Spiel“ eingestuft. Die Camphauser Straße wird ab 12 Uhr gesperrt sein. Verein und Polizei raten den Fans beider Mannschaften, rechtzeitig anzureisen und die Shuttlebusse zu nutzen, die vom Busbahnhof aus angeboten werden.
