StartFCSFCS-Gegnercheck: Jahn Regensburg

FCS-Gegnercheck: Jahn Regensburg

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Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenvierzehnte aus Regensburg im Ludwigsparkstadion. Der SSV Jahn spielte in der vergangenen Saison noch in Liga zwei und hatte aufgrund seines sehr schwachen Abschneidens im Unterhaus frühzeitige Planungssicherheit für Liga drei. Dennoch bedeutet ein Abstieg meist einen immensen Umbruch innerhalb des Kaders, so verzeichnete Regensburg ganze 46 Kaderbewegungen seit dem Abstieg. Eine ähnliche Dimension könnte den 1.FC Saarbrücken im kommenden Sommer erwarten. Regensburg bietet somit ein warnendes Beispiel in Sachen Erwartungshaltung nach einer derartigen Fluktuation.

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Unter der Woche wurde es ein wenig kurios in der Oberpfalz. Cheftrainer Michael Wimmer, der erst im vergangenen Sommer aus der ersten schottischen Liga zum Jahn wechselte, gab sein Amt auf und wurde Co-Trainer des neuen Holstein Kiel-Trainers Tim Walter. Eine ungewöhnliche Entscheidung, da sich Kiel mitten im Abstiegskampf der zweiten Liga befindet. Interimsweise übernahm Munier Raychouni, der Wimmer bereits mehrfach vertreten hatte. So gehen beispielsweise der beeindruckende 4-0-Heimsieg über 1860 München und der 1-2-Auswärtssieg in Verl vor einer Woche auf das Konto des 39-jährigen.

In den letzten sechs Partien sammelte Regensburg acht Punkte, wohingegen Blau-Schwarz auf neun Zähler kommt. Die Formkurve ist eine von vielen statistischen Parallelen zwischen diesen beiden Teams. Saarbrücken und Regensburg verzeichnen beispielsweise den gleichen xG-Wert (erwartete Tore) von 1,46 pro Partie, kassierten jeweils 42 Gegentore und geben beide rund um die 12 Schüsse pro Partie ab.

Die Spielanlage und Struktur des Jahn unterscheiden sich allerdings eindeutig von der des FCS. Regensburg tritt stets im 3-4-3 auf und presst für gewöhnlich sehr hoch, während Saarbrücken meist erst ab der Mittellinie das aktive Gegenpressen startet. Offensiv versuchen es die Regensburger in erster Linie vertikal, was man unter anderem daran erkennt, dass sie den viertwenigsten Ballbesitz der Liga haben (45% im Durchschnitt) und die drittwenigsten Pässe der Liga spielen. Daher wird Saarbrücken, ähnlich wie in Duisburg, vermutlich mehr Ballbesitzanteile haben, was dem Team von Argirios Giannikis mit lediglich zwei Torschüssen im Wedaustadion jedoch nicht allzu sehr lag.

Ein Prunkstück der Regensburger sind die Qualitäten im Offensivpressing. Nur Aachen und Osnabrück gewannen im letzten Drittel des Gegners öfter den Ball. Dazu erspielen sich die Oberpfälzer die drittmeisten Großchancen, liegen zu ihrem eigenen Nachteil aber auf Rang eins im Vergeben von eben diesen. Der absolute Unterschiedsspieler im Regensburg-Angriff ist Noel Eichinger. Vergangene Saison noch an Lokomotive Leipzig ausgeliehen, ist er mit 14 Scorern (9 Tore und fünf Vorlagen) die größte Gefahr für die FCS-Defensive. Ebenfalls als absoluter Anker dieser Mannschaft angesehen werden, darf Adrian Fein. Dieser ist eine Art Dirigent auf der Doppelsechs und kreiert die meisten Gelegenheiten für den Jahn. Die Offensive scheitert also ein wenig an sich selbst, vor allem, weil neben Eichinger kein wirklicher Top-Spieler für die dritte Liga im Kader steht.

Defensiv sieht es ein wenig stabiler aus. Wie bereits erwähnt, kassierte Regensburg bislang die gleiche Anzahl an Gegentoren wie der 1.FC Saarbrücken (42). Sieben Mal hielt Regensburg bereits die Null, obwohl Stammkeeper Felix Gebhardt keine wirklich herausragende Saison erwischte. In Sachen Paradenquote (62,5%) und Paraden pro Partie (2,5) liegt Gebhardt eher im unteren Durchschnitt der Liga. Saarbrückens Phillip Menzel liefert vergleichsweise besser ab, aber auch er bleibt in diesem Jahr unter seinem eigentlichen Potenzial.

Mit dem SSV Jahn Regensburg wartet keine leichte Aufgabe auf den 1.FC Saarbrücken, der sich gegen die intensive Spielweise der Gäste besser anstellen muss, als es am vergangenen Sonntag in Duisburg der Fall war. Aufgrund des negativen Torverhältnisses der Regensburger von -6 könnte Saarbrücken mit einem Sieg vorbeiziehen und die sowieso geringe Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs weiter senken. Wir erwarten zwar keinen spielerischen Leckerbissen, dafür aber zwei Teams, die leidenschaftlich kämpfen werden.

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