StartFCSFCS-Gegnercheck: Saarbrücken vor Pflichtaufgabe in Havelse

FCS-Gegnercheck: Saarbrücken vor Pflichtaufgabe in Havelse

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Zum Abschluss einer bislang erfolgreichen englischen Woche gastiert der 1.FC Saarbrücken in Hannover. Gegner ist der Tabellenachtzehnte aus Havelse, der am vergangenen Spieltag dank eines eindrucksvollen 1-4-Auswärtssieges in Wiesbaden an Erzgebirge Aue vorbeizog. Mit sechs Punkten aus den vergangenen sechs Spieltagen liegen sie auf Rang 15 der Formtabelle, wohingegen sich Blau-Schwarz mit acht Punkten auf Platz elf wiederfindet.

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Gegen Wiesbaden überzeugten die Garbsener durch ein exzellentes Umschaltsspiel und dem bereits achten Treffer nach einer Ecke, womit sie in Sachen Eckballtore sogar die Ligaspitze darstellen. Offensiv stehen die Rot-Weißen insgesamt nicht schlecht dar, erzielten mit 47 Toren beispielsweise fünf mehr als der FCS. Ihr durchschnittlicher xG-Wert von 1,44 (erwartete Tore) liegt dabei deutlich unter den 1,57 der Saarbrücker.

Die beiden Top-Torjäger der Havelser sind Marko Ilic und Nassim Boujellab mit jeweils fünf Toren. Ilic war in der vergangenen Saison mit 32 Scorern der Aufstiegsheld des TSV Havelse und kommt in Liga drei nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile auch auf neun Scorerpunkte. Als Joker ist der flinke Stürmer dazu brandgefährlich. So erzielte er bei den letzten beiden Siegen des TSV jeweils ein Tor nach Einwechslung. Boujellab ist spielerisch sicherlich der stärkste Spieler des Aufsteigers. Seine fußballerische Ausbildung erlebte er beim FC Schalke 04, für den er 30-mal in der Bundesliga auflief.

Die Achillesferse des TSV ist zweifellos die Defensive inklusive ihrer 73 Gegentore. Lediglich Schweinfurt übertrifft diesen gruseligen Wert mit 76. In der xGA-Tabelle (erwartete Gegentore) teilen sie sich mit Schweinfurt den letzten Platz mit 1,95. Der 1.FC Saarbrücken tritt also auswärts bei einer Mannschaft an, die jedes Spiel zwei Gegentore kassieren müsste. Trainer Samir Ferchichi vertraut seit jeher auf eine Dreier/Fünferkette, die ihre kompakte Wirkung jedoch in dieser Saison nicht immer erfüllen konnte.

Trotz schwacher Platzierung und eines praktisch unvermeidbaren Abstiegs spielt der TSV eine durchaus passable Saison, gemessen an den eigenen Erwartungen. Finanziell können die Niedersachsen schlichtweg nicht mit dem Rest der Liga mithalten, alles andere als die sofortige Rückkehr in die Regionalliga wäre eine riesige Sensation gewesen. Seitdem der 1.FC Saarbrücken 2020 in Liga drei zurückkehrte, stieg der Regionalliga-Nord-Aufsteiger stets nach einer Saison wieder ab. Egal ob Lübeck, Havelse, Oldenburg oder Hannover II, alle fanden nach einer Saison wieder den direkten Weg in die Viertklassigkeit. Es stellt sich dementsprechend eine grundsätzliche Qualitätsfrage bei dieser Liga, die im Kontext der Diskussion rund um die Erneuerung des Aufstieg-Systems in den Regionalligen sicherlich diskutiert werden sollte.

Für den 1.FC Saarbrücken zählt nichts anderes als ein Sieg und das Erreichen der 40-Punkte-Marke, die einen Klassenverbleib wahrscheinlich sichern würde.

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