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FCS-Gegnercheck: Viktoria Köln

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Seit 13 Spielen wartet der 1. FC Saarbrücken auf einen Erfolg in Liga drei. In den letzten Wochen steigerte sich das Team von Jürgen Luginger konstant, scheiterte jedoch oft einzig und allein an der Chancenverwertung. Dies ist durchaus eine sehenswerte Entwicklung, betrachtet man die Gegner der Blau-Schwarzen. Unter Luginger ging es für die Mannschaft gegen Essen, Mannheim, Hoffenheim II, Rostock und schließlich Cottbus – auf dem Papier also keine Spiele, in denen man den FCS vor dem Anpfiff als zwingenden Favoriten ausmachen würde. Dies ändert sich jedoch mit dem kommenden Spieltag.

Am Freitagabend gastiert der FCS bei Viktoria Köln. Das Team befindet sich nach 20 Spieltagen auf Rang zwölf mit 27 Punkten. Die Domstädter erzielten bis dato 28 Treffer, was die fünftschwächste Offensive bedeutet. Auf der anderen Seite kassierten sie jedoch lediglich 27 Gegentore, was sie zur fünftbesten Defensive der 3. Liga macht.

Formtechnisch läuft es bei der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm ähnlich schlecht wie beim FCS. Vier Zähler aus den letzten sechs Begegnungen resultieren in Platz 16 der Formtabelle, der FCS unterbietet dies mit drei Punkten und Position 17.

Die Spezialität der Kölner Offensive sind ruhende Bälle. Bereits 14-mal konnten die Mannen von Marian Wilhelm infolge eines Standards treffen, was den Ligaspitzenwert darstellt. Zudem beträgt der xG-Wert (Wert der erwarteten Tore pro Spiel) bei Heimspielen am Höhenberg 1,7, der xGA-Wert (erwartete Gegentore) liegt lediglich bei 1,35. Einen großen Teil ihrer Treffer erzielt Viktoria Köln in der Schlussviertelstunde: Zehn der 28 Tore stammen aus diesem Zeitraum. Zudem spricht für die Kölner, dass Saarbrücken genau in diesen Minuten die meisten Gegentore kassiert (ebenfalls zehn).

Schaut man sich die Statistiken an, wirkt es bislang eher nicht so, als würde der 1. FC Saarbrücken als Favorit anreisen. Allerdings gewann der FCS keine seiner vergangenen Partien, obwohl man häufig die bessere Mannschaft war. Viktoria Köln hat zudem mit erheblichen personellen Verlusten zu kämpfen: Top-Stürmer Lex-Tyger Lobinger (neun der 28 Tore) wechselte im Winter zum MSV Duisburg. Darüber hinaus verließ auch der Sportliche Leiter Stephan Küsters den Verein nach vielen erfolgreichen Jahren.

Momentan gibt es also erstaunlich viel Unruhe bei einem Klub, der sonst eher für seine geduldige Arbeit bekannt ist. Die Kölner werden höchstwahrscheinlich in einem 3-4-2-1 starten, das auch der 1. FC Saarbrücken unter Alois Schwartz spielte. Dieses System wird jedoch völlig anders interpretiert: Viktoria legt großen Wert auf einen geordneten Spielaufbau und viele Kurzpässe, was den hohen durchschnittlichen Ballbesitz von 55 Prozent in den Heimspielen erklärt. Ein durchaus gern gesehener Spielstil für Blau-Schwarz, fühlt sich der FCS doch besonders wohl, wenn er möglichst wenig das Spiel machen muss und sich stärker auf Konter fokussieren kann.

Bichsel - Zank
Joel Bichsel im Zweikampf mit Benjamin Zank (23).

Der gefährlichste Mann im Kader von Viktoria Köln dürfte David Otto sein. Der 26-Jährige steht aktuell bei acht Toren und vier Assists. Bei der 0:2-Niederlage in Schweinfurt am vergangenen Wochenende übernahm er die durch den Abgang von Lobinger vakante Mittelstürmerposition, allerdings wurde deutlich, dass er sich in den Halbräumen dahinter deutlich wohler fühlt. Gut möglich also, dass er auf eine der beiden Halbpositionen zurückkehrt und Benjamin Zank, ein 1,95 Meter großgewachsenes Stürmertalent (zwei Tore in Liga drei), sein Startelfdebüt feiert. Sehr gefährlich sind zudem die vielen Flanken der Domstädter. Innenverteidiger Tim Kloss gelangen in dieser Saison bereits vier Kopfballtore, und auch David Otto ist mit seinen 1,85 Metern ein geeigneter Abnehmer für diese Hereingaben.

Ebenfalls zu erwähnen ist, dass Viktoria Köln möglicherweise noch vor dem Spiel personell nachlegen wird und mit Taylan Duman einen zweitligaerfahrenen Mittelfeldakteur verpflichten könnte. Angesichts der Kürze bis zum Spiel dürfte dieser jedoch keine große Rolle gegen den FCS spielen.

Saarbrücken spielt seit Wochen wieder den aktiven Fußball, den die Fans von der Mannschaft verlangen. Nachdem man zuletzt häufig an sich selbst scheiterte, darf diese Auswärtspartie als ideale Gelegenheit angesehen werden, um den Bock endlich umzustoßen und den ersten Sieg seit dem 19.09.2025 einzufahren.

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