StartFCSFCS gelingt Befreiungsschlag gegen Wiesbaden 

FCS gelingt Befreiungsschlag gegen Wiesbaden 

WERBUNG

Viermal veränderte FCS-Trainer Argirios Giannikis seine Startelf im Vergleich zum besorgniserregenden Auswärtsspiel in Schweinfurt. Die zur Pause ausgewechselten Rabihic, Elongo-Yombo und Krahn rückten ebenso raus, wie der erneut kranke Brünker. Dafür starteten mit Baumann, Civeja und Multhaup naheliegende Lösungen. Caliskaner hatte wohl niemand wirklich erwartet, nachdem der 26-Jährige aufgrund des Überangebots an zentralen Mittelfeldspielern teilweise gar nicht im Kader stand.

Mit neuem Personal sollte also die Wiedergutmachung gelingen. Wehen Wiesbaden ist dabei ein mehr als ernstzunehmender Kontrahent, der in der Rückrunde bereits 16 Punkte holte. Nur der VfL Osnabrück war in diesem Kalenderjahr bisher erfolgreicher.

https://saarland-macht-urlaub.de/

Saarbrücken begann erfrischend offensiv. Nach zwei Minuten spritzte Civeja erstmals dazwischen und drang in den Wiesbadener Strafraum ein, seinem anschließenden Fall ging jedoch kein Foulspiel voraus. Der 1.FC Saarbrücken war in der Auftaktphase dieser Begegnung ungewohnt dominant und ließ Wehen wenig Raum für eigene Angriffe. Mehrfach brachte Blau-Schwarz die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt in Bedrängung, es fehlte schließlich an der nötigen Qualität der Hereingaben.

Die erste Chance des SVWW folgte in Minute zwölf. Durch ein Missverständnis von Sontheimer und Civeja brach Nejad durch, sein Versuch aus über 20 Metern endete zentral in den Armen von Menzel. Immer wieder fand Saarbrücken Anspielstationen in der Tiefe, in die wirklich brenzligen Räume kam das Team aber noch nicht. 

So auch in Minute 18. Caliskaner luchste Hübner das Spielgerät ab, bevor es über Baumann und Sontheimer zu Florian Pick ging. Der invers auftretende Flügelspieler zog nach Innen, platzierte den Ball allerdings zu mittig. Kurz darauf segelte Wehen-Keeper Brdar an einer Pick-Ecke vorbei, auch hier reagierte der 1.FC Saarbrücken zu langsam und konnte die Gelegenheit nicht nutzen. 

In der Folge kühlte das Spiel zwischen dem Tabellensechzehnten und Fünften der dritten Liga ein wenig ab. Wehen hatte nun mehr Ballbesitzphasen, Highlights erlebten die Zuschauer im Ludwigspark in diesen Minuten keine. 

In Minute 31 dann die verdiente Führung für Saarbrücken! Pick schlug einen tückischen Eckstoß parallel zur Torauslinie. Der Ball kullerte durch, weshalb Multhaup per Hacke einschieben konnte. Der FCS erzielte damit in den letzten beiden Begegnungen so viele Tore nach Ecken, wie zuvor in der gesamten bisherigen Saison. Saarbrücken spielte sich daraufhin in einen regelrechten Rausch. Caliskaner leitete wundervoll per Hacke auf Pick weiter. Dieser geriet zunächst ein wenig ins Stocken, bevor er zu einem gewaltigen Abschluss ansetzte, den Brdar nur mit Mühe abwehren konnte (34).

Rund zehn Minuten vor der Pause dann die kurioseste Szene der Partie. May legte sich das Spielgerät zu weit vor und senste dann rücksichtslos den starken Dominic Baumann um. Dieser hatte den Ball im Fallen jedoch wuchtig in das Wiesbadener Tor geschossen. May flog mit glatt rot vom Platz, der Treffer zählte nicht, da bereits abgepfiffen war. 

Somit endete eine der besten Halbzeiten dieser Spielzeit des 1.FC Saarbrücken, in der insbesondere die Neuen in der Startelf zu überzeugen wussten. Wehen Trainer Scherning reagierte zur Pause und brachte Greilinger für den stark gelb-rot gefährdeten Hübner.

Auch nach der Pause machte Saarbrücken weiterhin Dampf. Baumann (47) und Caliskaner (49) kamen jeweils zum Schuss, es blieb jedoch beim 1:0. Wiesbaden sah mit einem Mann weniger weiterhin wenig Land im Saarbrücker Ludwigsparkstadion, das an einem Mittwochabend beachtliche 11.127 Zuschauer begrüßen dürfte.

Das Spiel erlebte erneut eine Art Leerlauf. Florian Pick beendete diesen in der 66, indem er Brdar nach länger Zeit mal wieder forderte. Nach dem folgenden Einwurf setzte sich Caliskaner entlang der Grundlinie durch, das Leder endete bei Multhaup, der per Pfostenschuss nur knapp sein zweites Tor an diesem Abend verpasste.

Zwanzig Minuten vor dem Ende reagierte Giannikis erstmals. Wollschläger, Elongo-Yombo und Krahn kamen für die allesamt stark auftretenden Multhaup, Baumann und Caliskaner. 

Entscheiden sollte das Spiel mit Niko Bretschneider ein Spieler, der sein wohl bestes Spiel für Blau-Schwarz absolvierte. Giftig eroberte er den Ball im Mittelfeld, ging einige Meter und schweißte das Leder wunderbar ins rechte Eck. Ein wunderschönes Tor.

Die vielleicht schönste Story des Abends gehörte am Ende Amine Naifi. Im November 2024 zog er sich gegen Wehen Wiesbaden eine dramatische Knieverletzung zu und musste sich drei Operationen unterziehen. Unter großem Jubel feierte er ausgerechnet gegen Wehen sein Comeback. Lobenswert war die Leistung des Schiedsrichters Timo Gansloweit, der das ruppige Spiel der Wiesbadener unter Kontrolle bekam, ohne den Spielfluss zu zerstören. 

Ein echter Befreiungsschlag des 1.FC Saarbrücken, der am heutigen Abend ohne Zweifel eine seiner besten Saisonleistungen zeigte. Der Vorsprung auf Erzgebirge Aue beträgt nun bereits acht Punkte. Behält man diese Form bei, wird es nach unten hin wohl nicht mehr allzu spannend. 

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Aktuelle Beiträge aus Warscheids Welt