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FCS-Hinrundenbilanz Teil 2: Das Mittelfeld

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Mit acht zentralen Mittelfeldspielern ist der 1. FC Saarbrücken in diesem Bereich fast schon überbesetzt. Wirklich festspielen konnte sich bis dato niemand, was vor allem daran liegen dürfte, dass mit Sebastian Vasiliadis und Patrick Sontheimer die beiden stärksten zentralen Mittelfeldspieler der vergangenen Saison nahezu die gesamte Hinrunde fehlten. Sontheimer kam lediglich am ersten Spieltag in Cottbus über 90 Minuten zum Einsatz, allerdings war ihm merklich anzusehen, dass er in der Vorbereitung keine Praxis sammeln konnte. Die Rückkehr dieser beiden könnte für einen immensen Schub innerhalb der Mannschaft sorgen.

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FCS-Fußballgott Manuel Zeitz bekam vor der Saison das Amt als Kapitän entzogen. Der Routinier sollte in den Plänen des ehemaligen Coaches Alois Schwartz keine große Rolle mehr spielen, weshalb Sven Sonnenberg das Amt übernahm. Aufgrund von Verletzungssorgen auf der Sechs startete Zeitz dennoch in zwei der ersten drei Ligapartien, bevor Kasim Rabihic seinen Platz auf der Doppelsechs einnehmen sollte. Zeitz spielte im Anschluss unter Schwartz keine Rolle mehr, erlebte unter Luginger später jedoch erneut eine beachtliche Renaissance. Er stand in allen vier Begegnungen unter ihm in der Startelf und wusste vor allem mit gutem Stellungsspiel und der altbekannten Zweikampfstärke zu überzeugen.

Kasim Rabihic hingegen agierte meist unglücklich auf der Doppelsechs. Der 32-Jährige hielt den Ball oftmals zu lange am eigenen Fuß, leistete sich Ballverluste in kritischen Zonen und lieferte auch wenig Produktives in Sachen Offensive. Luginger stellte ihn wieder auf die linke Seite, wo er insbesondere gegen Hoffenheim II altbekannte Stärken aufweisen konnte. Dennoch steht bei Rabihic erneut eine schwache Hinrunde zu Buche, was keine unbekannte Situation für den Bosnier ist. Sowohl in seiner ersten Saarbrücker Spielzeit 2022/23 als auch in der vergangenen Saison konnte er vor der Winterpause selten überzeugen und steigerte sich schließlich enorm in den Rückrunden.

Jürgen Luginger änderte das 3-4-3 von Alois Schwartz in ein 4-1-4-1. Neben Manuel Zeitz dürfte auch Tim Civeja als Profiteur dieses Systemwechsels bezeichnet werden. Der Deutsch-Albaner bekommt nun mehr und mehr die Gelegenheit, sich in den Räumen vor der Abwehr aufzuhalten, was sein Spiel merklich verbessert. Fünf Scorerpunkte in 737 Spielminuten sind ebenfalls eine ansehnliche Bilanz für einen zentralen Mittelfeldspieler.

Richard Neudecker absolvierte in dieser Spielzeit erst 94 Minuten in der 3. Liga. Der Bayer kommt seit nun drei Saisons nicht mehr richtig auf die Beine, immer wieder fällt er längerfristig aus. Seine fußballerischen Qualitäten stehen außer Frage, die Konkurrenz bleibt allerdings beachtlich.

Ende September wurde Kaan Caliskaner nachverpflichtet – vermutlich, um auf die langfristigen Ausfälle von Neudecker und Vasiliadis zu reagieren. Bei seinen sechs Jokereinsätzen zeigte er durchaus gute Ansätze in der Offensive und erzielte unter anderem ein Tor gegen den SC Verl. Die letzten Spiele vor der Pause verpasste Caliskaner anschließend allesamt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. Angesichts der großen Anzahl an zentralen Mittelfeldspielern bleibt die Frage bestehen, ob diese Verpflichtung wirklich vonnöten war, auch wenn Caliskaner zweifelsohne als guter Mittelfeldspieler für diese Liga bezeichnet werden darf.

Ebenfalls nach Saisonstart neu dazugeholt wurde der junge Franzose Abdoulaye Kamara. Der ehemalige Jugendspieler von Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund wusste von Beginn an spielerisch zu überzeugen und spielte sich nach der roten Karte von Elijah Krahn gegen Wiesbaden in die Startelf. Unter Luginger begann er zweimal auf der Acht, wo er zusätzlich zu seiner abgeklärten Spielweise vor der Abwehr auch offensives Geschick bewies. Defensiv wirkte Kamara noch ein wenig behäbig, insbesondere in Umschaltszenen des Gegners. Dennoch dürfte er im weiteren Saisonverlauf ein wichtiger Faktor für das Team bleiben. Die letzten beiden Partien verpasste Kamara aufgrund einer Knieverletzung.

Für ihn rückte anschließend Elijah Krahn in die Startelf, der zum Hinrundenabschluss gegen Hansa Rostock sein bislang bestes Saisonspiel ablieferte. Zuvor verlief das Jahr eher schwierig für den talentierten Hamburger, jedoch scheint auch er von der Systemumstellung zu profitieren und zeigt sich seit dem Trainerwechsel deutlich gefestigter. Zuvor konnte er nur selten überzeugen und leistete sich mit der Tätlichkeit gegen Wiesbaden zudem einen teuren Aussetzer.

Morgen folgt der dritte Teil mit den Offensivakteuren des 1. FC Saarbrücken.

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