StartFCSFCS-Hinrundenbilanz Teil 3: Die Offensive

FCS-Hinrundenbilanz Teil 3: Die Offensive

WERBUNG

29 Tore erzielte der 1. FC Saarbrücken in den 19 Partien der Hinserie 2025/26 und belegt damit Rang zehn der Liga in dieser Kategorie. Der xG-Wert (Expected Goals / erwartete Tore) des Teams liegt bei 29,31. Dass der FCS seinen xG-Wert unterbietet, wirkt zunächst ein wenig paradox, war doch die hohe Effizienz die größte Stärke eines offensiv nahezu nichtexistenten Teams in dieser Hinserie.

Zur Wahrheit gehört jedoch, dass allein 10,52 xG aus den letzten vier Spielen unter Jürgen Luginger stammen. 2,63 xG pro Partie ist ein starker Wert und spricht eindeutig für die fußballerische Verbesserung nach dem Trainerwechsel. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass 9,57 xG aus der Kombination Pick und Brünker entstanden. Generell lesen sich die Statistiken dieser beiden mit jeweils zehn und sieben Toren überdurchschnittlich, nach ihnen folgen allerdings Patrick Schmidt und Calogero Rizzuto mit gerade einmal zwei Treffern als drittbeste Schützen.

https://saarland-macht-urlaub.de/

Florian Pick kam vor der Saison nach einer für ihn persönlich sehr unglücklichen Spielzeit ins Saarland. Schon früh wurde klar, dass der FCS sich einen absoluten Ausnahmekönner für diese Liga angeln konnte. Pick ist Dreh- und Angelpunkt der FCS-Offensive, lieferte beeindruckende zehn Tore und drei Assists. Angesichts der fehlenden kreativen Impulse der übrigen Angreifer lässt sich gut erahnen, wo der 1. FC Saarbrücken ohne Florian Pick stehen würde.

Mit sieben erzielten Treffern diente Kai Brünker als zweite Lebensversicherung des Angriffs. Brünker wartet allerdings seit dem 25.10. auf einen Treffer, wirkte zudem in den vergangenen zwei Monaten zunehmend teilnahmslos am Spiel der Blau-Schwarzen und verlor seinen Stammplatz kurzzeitig an Patrick Schmidt. Dieser passt augenscheinlich besser in das auf Umschaltsituationen ausgelegte Offensivsystem von Jürgen Luginger, lässt jedoch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ein wenig vermissen.

Ein wenig irritierend war in dieser Hinserie der Umgang mit Neuzugang Dominic Baumann. Alois Schwartz forderte bereits vor der Relegation gegen Braunschweig einen neuen Mittelstürmer und bekam diesen in Baumann, der in den vergangenen Jahren in der 3. Liga stets zweistellig traf. In seinen beiden Startelfeinsätzen gegen Havelse und Köln überzeugte er und erwies sich als effektiv vor dem gegnerischen Tor. Luginger scheint jedoch nicht auf ihn zu setzen und strich Baumann beim finalen Spiel vor der Winterpause sogar aus dem Kader.

Ebenfalls nicht wirklich angekommen scheint mit Luca Wollschläger die vierte klassische Spitze im Kader. Der ehemalige Herthaner wurde vermutlich einzig und allein für die U-23-Regel verpflichtet und hat es gegen die namhafte Konkurrenz auf seiner Position sehr schwer.

Von Verletzungen geplagt und dementsprechend kaum eine Rolle spielend war neben Amine Naifi auch Maurice Multhaup. In der vergangenen Rückserie startete der gebürtige Bottroper nach anfänglichen Problemen durch und galt auch vor dieser Saison als Stammspieler. Verletzungen verhinderten dies bislang allerdings, Multhaup kommt auf lediglich sieben Einsätze und wird dem Vernehmen nach noch bis auf Weiteres ausfallen. Amine Groune kam als unbeschriebenes Blatt aus der vierten französischen Liga und bekam dementsprechend trotz vieler Scorer in den Testspielen keinerlei Chancen. Luginger warf ihn gegen Mannheim und Hoffenheim II ins kalte Wasser, als die Mannschaft noch ein Tor benötigte, und dem Franzosen gelang es zweimal, das Spiel merklich zu beleben.

Rodney Elongo-Yombo wurde im Sommer am gleichen Tag vorgestellt wie Groune und erarbeitete sich insbesondere durch einen auffälligen Jokereinsatz in Cottbus schnell einen Platz in der ersten Elf. Mit seinem hohen Tempo und den ausgeprägten Fähigkeiten im Eins-gegen-eins stellte er ein erfrischendes Element in der Offensive dar, das seit der Verletzung von Amine Naifi nicht mehr im Kader der Saarbrücker vorhanden war. Fünf Scorerpunkte in seinen ersten sieben Einsätzen waren zudem eine starke Quote. Parallel zum sportlichen Absturz der Mannschaft begann allerdings auch der von Elongo-Yombo, der im zweiten Teil der Hinserie alles vermissen ließ, was ihn zu Beginn ausgezeichnet hatte.

Alles in allem fehlt es dem FCS an Variabilität im vorderen Drittel. Florian Pick tauchte von Spieltag 8 bis 16 ein wenig ab, was gleichbedeutend mit einer Verschlechterung des gesamten Offensivspiels war. Die vergangenen Wochen zeigten wiederum einen eindeutig verbesserten Saarbrücker Angriff. Der FCS fühlt sich seit Jahren wohler in Partien, in denen der Gegner mehr Ballbesitz hat und man auf Umschaltsituationen lauern kann. Mit Energie Cottbus und Viktoria Köln warten zum Rückrundenauftakt zwei Kaliber dieser Art – es wird also spannend zu beobachten sein, inwiefern der 1. FC Saarbrücken sich offensiv zur Wehr setzen wird.

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Aktuelle Beiträge aus Warscheids Welt

Immer frisch informiert sein mit dem FCS-Newsletter von saarnews!
Regelmäßig alle News rund um den größten Verein des Saarlandes.

fcs@saarnews.com