StartFCSFCS-Spielanalyse: Niederlage kurz vor Saisonende

FCS-Spielanalyse: Niederlage kurz vor Saisonende

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Am gestrigen Sonntagabend musste der 1.FC Saarbrücken eine vermeidbare Niederlage hinnehmen. Nach 20 Minuten sah es zunächst noch nach einer potenziellen Klatsche in Sinsheim aus. Nach dem Seitenwechsel bewies die Mannschaft von Argirios Giannikis abermals Moral und war gegen Ende sogar näher am Sieg. Eine Unachtsamkeit brachte der TSG schließlich die erneute Führung aus dem nichts. Nichtdestotrotz bekamen die meisten Zuschauer einen schönen Fußballabend serviert, was man an den Statistiken von 2,01 zu 2,83 xG oder 17 zu 22 Schüssen erkennen kann.

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Sportlich war die Partie allerdings zweitrangig. Der 1.FC Saarbrücken menschelte ein wenig und konnte in der ersten Hälfte keinerlei Intensität oder Spannung erzeugen. Durch den Klassenerhalt war eine immense Last von den Spielern abgefallen, dass sich nicht jeder einzelne hundertprozentig für ein 19:30 Spiel motivieren kann, darf als verständlich bezeichnet werden.

Dennoch stachen aus der Startelf lediglich der erneut überragende Menzel, Philip Fahrner, Tim Civeja und Florian Pick hervor. Sven Sonnenberg merkte man in der ersten Hälfte eindeutig den fehlenden Rhythmus an. Der Kapitän des FCS sammelte vor dieser Begegnung lediglich 28 Minuten Drittligaspielzeit im Jahre 2026. Generell ist die Personalie Sonnenberg eine, die viel verschwendetes Potenzial beinhält. Selbstverständlich lassen sich die immensen physischen Probleme, die ihm in dieser Spielzeit widerfuhren, nicht prognostizieren. Dennoch lässt sich die Entscheidung ihn vor der Saison als Kapitän zu benennen rückwirkend als Fehler betrachten. Sonnenberg hatte eine überragende Vorbereitung gespielt, war drauf und dran nach einer soliden Rückrunde 2024/25 den nächsten Schritt zu einem Leistungsträger zu machen, bekam vom damaligen Cheftrainer Alois Schwartz jedoch aus dem Nichts diese Bürde auferlegt. Die neue Führung attestierte der Mannschaft ein Hierarchie-Problem, darunter dürfte auch das Kapitäns-Amt fallen, weshalb es nahezu ausgeschlossen erscheint, dass Sonnenberg dieses Amt auch in der kommenden Saison innehaben wird.

Calogero Rizzuto rückte in den vergangenen Wochen aufgrund der starken Leistungen von Fahrner ins zweite Glied. Generell nahm seine Leistungskurve seit Giannikis Amtsantritt eher ab, insbesondere im Vergleich zu seinen Auftritten unter Jürgen Luginger, als er wochenlang neben Florian Pick der beste Saarbrücker Spieler war. Auch in Hoffenheim konnte er nicht überzeugen, bekam Doppeltorschützen Hencke überhaupt nicht in den Griff. 

Joel Bichsel, Sebastian Vasiliadis und Maurice Multhaup war ihre Lust an dieser Begegnung anzumerken. Vor allem Bichsel trabte teils fahrlässig mit nach hinten. Kai Brünker gelang nach zwei ordentlichen Partien überhaupt nichts. Er verstolperte jeden Ball und kam zu keiner einzigen Torchance.

Auf der Gegenseite gab es selbstverständlich auch einige Lichtblicke. Jugendspieler Nils Krämer feierte sein Profidebut und konnte offensiv 1-2 gute Akzente setzen. Ob es für einen Kaderplatz in der nächsten Saison reichen wird, lässt sich vorerst allerdings noch als fraglich bewerten. Tim Civeja, der in dieser Saison meist als notorischer Chancentod aufgetreten war, brachte den FCS dank zweier souveräner Abschlüsse zurück ins Spiel. Seine Entwicklung unter Giannikis ist wirklich sehenswert, er schaffte es endlich eine gewisse Konstanz in seine Leistungen zu bekommen und überzeugt vor allem seit dem Wechsel auf die Zehnerposition wöchentlich.

Es steht eine sehr spannende Woche für den 1.FC Saarbrücken an. Vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock wird es vermutlich zu zahlreichen Verabschiedungen kommen, womit mehr Transparenz und Klarheit in Sachen Kaderplanung geschaffen wird. Über allem steht selbstredend der Abschied von Manuel Zeitz als Profispieler, der nach rund 400 Spielen für Blau-Schwarz seinen verdienten Rahmen bekommen wird.

Spielernoten

Phillip Menzel: Hielt die Mannschaft in der Partie. 1

Philip Fahrner: Vor allem in der zweiten Hälfte einer der besseren. 2-

Sven Sonnenberg: Rhytmusprobleme, nach der Pause dann okay. 4

Joel Bichsel: Lustloser Auftritt. 5

Calogero Rizzuto: Insbesondere defensiv schwach. 5

Patrick Sontheimer: Schlichtweg unauffällig. 4

Sebastian Vasiliadis: Ebenfalls mit fragwürdiger Körpersprache. 5

Maurice Multhaup: Ihn hätte man besser geschont. 5

Tim Civeja: Brachte das Team zurück ins Spiel. 2

Florian Pick: Immer bemüht seine Quote noch zu steigern, ein wenig mehr Teamwork wäre allerdings angemessen. 3

Kai Brünker: Ihm gelang wirklich nichts. 5-

Die eingewechselten Spieler bekamen zu wenig Spielzeit für eine faire Benotung

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