Rund um den letzten Spieltag drehte sich alles um den Abschied von „FCS-Fußballgott“ Manuel Zeitz. Nach über 400 Spielen beendete der langjährige FCS-Kapitän seine Karriere und wird zur kommenden Saison Chefscout bei seinem Herzensverein. In einer verrückten Begegnung behielten die Gäste mit 3-4 die Überhand.
Neben ihm wurden auch Tim Paterok, Jonas Nickisch, Sven Sonnenberg, Kasim Rabihic, Rodney Elongo-Yombo, Lasse Wilhelm, Joel Bichsel, Amine Naifi, Richard Neudecker, Till Schumacher und Amine Groune verabschiedet.

Für Gänsehaut-Atmosphäre sorgten vor Spielbeginn vor allem die Fans des 1.FC Saarbrücken, die in der Folge einer emotionalen Ansprache an Manuel Zeitz, ihm eine Kapitänsbinde zu seinem letzten regulären Heimspiel schenkten. Zuvor gab es bereits zahlreiche Videogrüße von ehemaligen Weggefährten wie etwa Dieter Ferner, Markus Mendler oder Sebastian Jacob. Pünktlich zum Einlauf der Teams präsentierte die Kurve des 1.FC Saarbrücken eine unglaubliche Choreo zu Ehren ihres Fußballgotts.
Das Spiel, bei dem es für Hansa Rostock noch um einen theoretischen Aufstieg ging, startete mit ersten Offensivbemühungen der Gäste. Die jedoch von der Saarbrücker Hintermannschaft geklärt wurden. Giannikis baute sein Team im Vorfeld auf drei Positionen um. Robin Bormuth und Niko Bretschneider, die in Hoffenheim aufgrund gesundheitlicher Probleme fehlten, kehrten zurück in die Startelf. Zudem begann Manuel Zeitz wie bereits angesprochen als Kapitän, wofür Sebastian Vasiliadis auf der Bank Platz nahm.
Sportlich merkte man dem FCS die fehlende sportliche Relevanz anfangs an. Ein Sololauf von Kai Brünker in der zehnten Minute eröffnete die Partie. Nach vierzehn Minuten dann die erste größerere Gelegenheit für die Gäste. Viktor Bergh zog freistehend von dem linken Strafraum ab, sein Schuss wurde jedoch zur Ecke geblockt.
Nach 24 Minuten die Führung für Hansa. Maximilian Krauß empfing einen Ball von Fatkic kurz vor dem Strafraum, woraufhin ein satter Abschluss per Vollspann ins Torwarteck folgte. Phillip Menzel sah dabei nicht wirklich glücklich aus.
Sportlich war die Partie zunehmend ereignislos. Hansa verwaltete ihren Vorsprung, merklich abwartend, ob sich auf den anderen Plätzen etwas zu ihren Gunsten wenden würde. Der FCS brachte wenig Energie in seine Leistung, die Spannung war nach dem Klassenerhalt offensichtlich erloschen.
Dementsprechend sorglos konnten die Rostocker nach 36 Minuten erhöhen. Fatkic schickte Krauß mit einem wunderbaren Steilpass. Dieser sah den freien Holten in der Mitte, welcher zum 0-2 einschob.
Der FCS antwortete mit seiner ersten hundertprozentigen Chance. Civeja tauchte allein vor Uphoff auf und scheiterte mit dem schwachen Linken. Der Nachschuss prallte zu Manuel Zeitz, der Kapitano verzog jedoch.
Zur Pause stand es demnach 0-2 für die Gäste. Brünker blieb in der Kabine, für ihn kam Amine Naifi zu einem letzten Heimspiel im Ludwigspark.
Nach 53 Minuten war es schließlich so weit. Manuel Zeitz verließ den Rasen unter donnerndem Applaus. Die Mannschaft des 1.FC Saarbrücken stand ebenfalls Spalier. „Manu“ ging daraufhin in die Kurve zu den Fans. Dort beobachtete er kurze Zeit später den Anschlusstreffer durch Maurice Multhaup. Florian Pick rannte der Gästeabwehr davon, legte quer auf Multhaup, welcher anschließend elegant zum 1-2 traf.
15.300 Zuschauer erlebten diesen Samstagnachmittag live im Stadion und erlebte eine Seltenheit in dieser Saison. Der FCS traf nach einer Ecke! Amine Naifi kam nach einer Drehung zum Schuss und versenkte diesen eiskalt unter die Latte.
Saarbrücken drehte nun merklich auf und war der Führung nun näher. Das Stadion kochte hoch und es entwickelte sich eine richtig ansehnliche Fußballpartie. Hansa war seit dem Anschlusstreffer ein wenig in Schockstarre geraten. Rund 20 Minuten vor Schluss meldete Krauß die Kogge durch einen Lattenschuss mal wieder im Spiel an.

Der FCS spielte sich nahezu in einen Rausch und ging in der 75 verdient in Führung. Sontheimer startete ein Solo durch die Rostocker Abwehr, die völlig entblößt war. Civeja wurde in den freien Raum geschickt und markierte souverän das 3-2.
Kurze Zeit später folgte ein Bock von Robin Bormuth, der Harenbrock den Ball im eigenen Sechzehner vorlegte. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und glich zum 3-3 aus. Dazu trübte ein medizinischer Notfall im Gästebereich die Stimmung.
Auf dem Feld beruhigte sich das Geschehen ebenfalls. Kurz vor dem Beginn der Nachspielzeit traf Hansa zur erneuten Führung. Eine Flanke von Krauß vollendete Bichsel per Eigentor zum 3-4. Giannikis brachte zur achtminütigen Nachspielzeit noch Patrick Schmidt für Florian Pick.
In dieser geschah nicht mehr viel. Saarbrücken verliert sein letztes Spiel und beendet die Saison auf Rang 15.
Bildergalerie von Catharina Kuhn:




























































