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FCS verpasst den Sieg gegen Regensburg

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An einem kalten Samstagmittag trennten sich der 1.FC Saarbrücken und der SSV Jahn Regensburg im Ludwigspark mit 1-1. Ein Ergebnis, welches beiden Mannschaften aufgrund ihrer Tabellenlage helfen dürfte. FCS-Cheftrainer Argirios Giannikis veränderte seine Aufstellung auf zwei Positionen. Elijah Krahn begann für den gelbgesperrten Tim Civeja und Kai Brünker ersetzte den unter der Woche angeschlagenen Dominic Baumann.

Saarbrücken startete zunächst energiegeladen. Bereits nach zwei Minuten fand eine Flanke von Florian Pick den einlaufenden Kai Brünker, welcher unnachahmlich in die Luft stieg, das lange Eck jedoch verfehlte. Diese anfängliche Energie sollte schnell verschwinden und es folgte ein wenig Leerlauf, bevor Jahn Regensburg in Minute 13 erstmals offensiv in Erscheinung trat. Im Laufe einer schönen Kombination durch die Mitte legte Sechser Phillip Müller auf für Benedict Bauer, dessen Abschluss Menzel parierte.

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Regensburg blieb weiterhin gefährlich. Nach einer Hereingabe scheiterte Wilhelm bei dem Versuch den Ball zu klären, woraufhin Hottmann zur Chance kam. Robin Bormuth vereitelte diese Szene schlussendlich. Eine Regensburger Drangphase war längst entstanden. Eichinger lief der FCS-Verteidigung davon, bekam von Adrian Fein einen wunderschönen Chip-Ball in den Lauf serviert und überlupfte den herausstürmenden Menzel ohne Probleme zum 0-1.

Saarbrückens Defensive agierte fast schon dilettantisch, sämtliche Versuche das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu bewegen, misslangen dem Team. Nach etwa 25 Minuten forderten Fans und Spieler von Blau-Schwarz kurzzeitig Elfmeter. Florian Pick brauchte ein wenig zu lange und flankte relativ blind in den Strafraum. Ein Regensburger Akteur köpfte sich anschließend selbst an den Arm, nach Regelwerk kein Elfmeter.

In der ersten Halbzeit trat der 1.FC Saarbrücken über weite Strecken nervös und hektisch auf, dazu fehlte es bei den vielen Hereingaben im Angriff am nötigen Timing. Patrick Sontheimer stellte in Ballbesitz einer der wenigen Lichtblicke dar, nach rund einer halben Stunde schickte er Bretschneider eindrucksvoll in den Lauf. Dessen Pass in die Mitte jedoch keinen Abnehmer fand, da Kai Brünker seinen Laufweg verpasste.

Bezeichnend für diesen ersten Durchgang. Elijah Krahn holte sich nach 36 Minuten gelb, indem er in Strafraumnähe durchzog, obwohl der Regensburger Verteidiger längst am Ball war. Ein Moment so kopflos, wie die gesamte Saarbrücker Offensive in der ersten Hälfte. Die bislang größte Gelegenheit des FCS folgte in der 43. Nach einer Pick-Flanke gelangte das Leder zum an diesem Tage schwächelnden Multhaup, der klar drüber verzog.

Eine Minute später hatte Ex-Regensburger Kaan Caliskaner, an dem die Partie bis zu diesem Zeitpunkt völlig vorbeigelaufen war, das 1-1 auf dem Fuß. Allein vor Jahn-Keeper Gebhard versagten ihm allerdings die Nerven und er schob den Ball unbedrängt am Tor vorbei. Dennoch kam Saarbrücken gegen Ende der Hälfte ein wenig besser in die Partie, ein Ausgleich fiel aber nicht mehr.

Es endete eine erschreckend schwache erste Halbzeit des Teams von Argirios Giannikis, das mit Pfiffen begleitet in die Pause verabschiedet wurde.

Zur Pause reagierte Giannikis gleich doppelt. Die schlichtweg schlecht spielenden Krahn und Multhaup blieben in der Kabine, dafür kamen Elongo-Yombo und Bichsel. Giannikis griff zu einem taktischen Kniff und beorderte Wilhelm auf die Doppelsechs neben Sontheimer.

Der kleine Aufschwung von vor der Pause wurde zunächst fortgeführt. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich der nun deutlich aktivere Caliskaner auf Außen durch und legte brillant quer für Kai Brünker. Dieser scheiterte aus fünf Metern an Torhüter Gebhardt, eine unfassbare Chance zum Ausgleich. 12258 Zuschauer wurden Zeuge eines immer noch nervösen 1.FC Saarbrücken, der sich gegen mittlerweile passive Regensburger viel zu viele Unsauberkeiten erlaubte. Dennoch war Saarbrücken jetzt spielerisch die klar bessere Mannschaft und schnupperte am Ausgleich.

Regensburg konzentrierte sich ab Halbzeit zwei praktisch nur noch auf das Erhalten des knappen Vorsprungs und setzte kaum mehr Nadelstiche in Richtung des Saarbrücker Tors. In Minute 65 war die Hintermannschaft der Oberpfälzer unsortiert, Elongo-Yombo schaltete schnell und setzte Pick ein, der trocken zum 1-1 vollendete. Pick, der in den vergangenen Partien eher als Vorbereiter geglänzt hatte, jubelte sichtlich emotional.

Eine Maßnahme, die auch den Rest der Mannschaft zu erwecken wusste. Es war jetzt mehr Zug im Saarbrücker Spiel und auch das Stadion wurde situativ laut. Die Angriffsversuche von Blau-Schwarz wurden allerdings abgewehrt. Zwanzig Minuten vor Schluss brachte Giannikis Baumann für den müde wirkenden Brünker, um die Schlussoffensive einzuleiten.

Wirklich eintreten sollte diese jedoch nicht. Es wirkte fast schon so, als wären beide Teams mit dem 1-1 d’accord. In der 90. brachte Giannikis Quierschied-Dreierpacker Amine Groune für Pick. Dieser Wechsel kam aber ein wenig zu spät, um noch einmal wirklichen Druck zu entfachen.

Somit blieb es bei einem 1-1. Ein Remis, das aufgrund der zweiten Halbzeit verdient ist. Nichtdestotrotz dürfte dieses Aufeinandertreffen von den Wenigsten als großes Highlight abgespeichert werden. Auf dem Papier spielte Tabellenplatz 16 gegen 14 und genau so sah das Match über 90 Minuten aus.

Munier Raychouni: „Mit dem Punkt können wir leben“

Interimstrainer Munier Raychouni zeigte sich nach der Partie insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, auch wenn er betonte, dass ein Remis grundsätzlich nicht das angestrebte Ziel gewesen sei.

Regensburg sei gut in die Begegnung gestartet und habe die geplanten Abläufe vor allem im Spiel mit Ball zunächst erfolgreich umgesetzt. Nach einer stabilen Anfangsphase habe das Team jedoch gegen Ende der ersten Halbzeit den „Faden etwas verloren“ und eine Druckphase des FCS überstehen müssen. Positiv wertete Raychouni dabei vor allem das konsequente Verteidigen im Strafraum, das ein weiteres Gegentor zunächst verhindert habe. Ludwigsparkstadion – Transkript

In der zweiten Hälfte habe sich die Aufgabe deutlich schwieriger gestaltet. Saarbrücken habe seine Qualität stärker eingebracht und immer wieder mit flachen Pässen hinter die Abwehrkette für Gefahr gesorgt. Gleichzeitig habe Regensburg im eigenen Ballbesitz nicht mehr die notwendige Diagonalität und Spielverlagerung gefunden und dadurch häufiger Ballverluste erlitten. Das habe zu mehreren Torchancen des Gegners geführt.

Trotzdem bewertete der Coach das Ergebnis letztlich als „in Ordnung“, da seine Mannschaft über weite Strecken diszipliniert verteidigt und selbst einen Treffer erzielt habe. Ludwigsparkstadion – Transkript


Argirios Giannikis: „Reaktion nach Rückstand stimmt positiv“

FCS-Cheftrainer Argirios Giannikis sah eine Partie mit wechselnden Phasen. Seine Mannschaft habe stark begonnen und in den ersten Minuten Druck aufgebaut. Zwischen der zehnten und 35. Minute habe es jedoch eine deutliche Schwächephase gegeben. Viele schnelle Ballverluste sowie fehlende Ruhe im Ballbesitz hätten dazu geführt, dass Saarbrücken defensiv stark gefordert gewesen sei.

Das Gegentor sei aus seiner Sicht vermeidbar gewesen, da im Mittelfeld kein ausreichender Druck auf den Ball ausgeübt worden sei und die Mannschaft in der Vorwärtsverteidigung zu passiv agiert habe. Positiv bewertete Giannikis hingegen die Schlussphase der ersten Halbzeit, in der sein Team bereits mehrere hochkarätige Chancen zum Ausgleich gehabt habe. Ludwigsparkstadion – Transkript

Für die zweite Halbzeit stellte der Trainer seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Intensität, Risiko und zugleich eine stabile Balance hätten gestimmt. Der Ausgleich sei folgerichtig gewesen, darüber hinaus habe Saarbrücken Möglichkeiten zum Siegtreffer gehabt. Insgesamt halte er das Remis aber für ein gerechtes Resultat, wenn die eigenen Chancen nicht konsequent genutzt würden.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz ordnete Giannikis das Ergebnis als Teil eines längerfristigen Prozesses im Abstiegskampf ein. Nach einer schwierigen Saison mit langer Negativserie sei es entscheidend, Schritt für Schritt Stabilität zu gewinnen. Entscheidend bleibe, dass der Klassenerhalt das oberste Ziel sei und auch Rückschläge oder Unentschieden in diesem Prozess einkalkuliert werden müssten.

Fotogalerie von Catharina Kuhn

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