Für den steht am Samstag (14 Uhr) eine richtungsweisende Partie beim TSV Havelse an. Gespielt wird im Eilenriedestadion in Hannover. Während die Saarländer mit acht Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz vergleichsweise komfortabel positioniert sind, kämpft Havelse als Tabellen-18. um die letzte Chance auf den Klassenerhalt.

Die Ausgangslage verleiht der Begegnung zusätzliche Brisanz: Havelse schöpfte zuletzt mit einem überraschenden Auswärtssieg beim SV Wehen Wiesbaden neue Hoffnung und konnte den FC Erzgebirge Aue überholen. Für die Niedersachsen zählt damit im Saisonendspurt jeder Punkt. Gleichzeitig will Saarbrücken den Abstand auf die Abstiegsränge wahren – auch mit Blick auf den formstarken SSV Ulm 1846.
FCS-Cheftrainer Argirios Giannikis zeigte sich auf der Pressekonferenz gewarnt vor dem Gegner, der insbesondere im Umschaltspiel seine Stärken habe. „Das war ein riesen Ausrufezeichen“, sagte Giannikis mit Blick auf den Havelse-Sieg in Wiesbaden. Entscheidend sei, die eigene Spielweise konsequent umzusetzen: „Wenn wir am Limit sind, dann sind wir gut genug, jeden zu schlagen.“

Personell muss der FCS auf mehrere Akteure verzichten. Unter anderem fehlen gesperrt Joel Bichsel und Kaan Caliskaner, zudem gibt es mit Patrick Schmidt, Abdou Kamara und Richard Neudecker weitere Ausfälle im Kader. Die Belastung durch die Englische Woche erschwert zusätzlich die Vorbereitung, die sich laut Giannikis vor allem auf Regeneration und Videoanalyse konzentriert habe.
Offensiv sieht der Trainer trotz zuletzt ausgelassener Chancen Fortschritte: „Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir uns keine Chancen herausarbeiten würden“, betonte er. Vielmehr gehe es darum, die vorhandenen Möglichkeiten konsequenter zu nutzen.
Mit Amine Naifi steht zudem ein Rückkehrer im Fokus. Der Offensivspieler, der nach einem Kreuzbandriss lange pausieren musste, arbeitet sich Schritt für Schritt zurück und erhielt sowohl in der Liga als auch im Saarlandpokal bereits seine Einsatzminuten. Giannikis bescheinigte ihm „1-gegen-1-Qualitäten“ und Flexibilität in der Offensive, verwies jedoch zugleich auf den behutsamen Aufbau nach der langen Verletzungspause. Über eine eventuelle Verlänergung beim FCS wollte Naifi noch nicht sprechen. Ihm gehe es zunächst einmal nur darum, dass der Klassenverbleib gesichert werde. Dann könne man weitersehen.
Der Verein rechnet mit etwa 600 Fans, die den langen Weg nach Hannover antreten werden.
