StartFCSFCS vor emotionalem Saisonfinale gegen Rostock

FCS vor emotionalem Saisonfinale gegen Rostock

WERBUNG

  • Manuel Zeitz wird vor ausverkauftem Ludwigspark verabschiedet – insgesamt sollen zwölf Spieler den Verein verlassen
  • Polizei rechnet wegen Hochrisikospiel und Parallelveranstaltungen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen
  • Sportvorstand Markus Thiele erhöht bei laufenden Vertragsgesprächen den Druck auf weitere Leistungsträger

Wenn Schiedsrichter Leonidas Exuzidis am Samstag um 13.30 Uhr die Partie zwischen dem und FC Hansa Rostock anpfeift, wird es im Ludwigsparkstadion um weit mehr gehen als um den sportlichen Abschluss einer Drittligasaison. Das letzte Heimspiel der Spielzeit 2025/26 steht ganz im Zeichen eines tiefgreifenden Umbruchs – sportlich, personell und organisatorisch.

https://saarland-macht-urlaub.de/

Im Mittelpunkt des Nachmittags steht die Verabschiedung von Clubikone Manuel Zeitz. Der langjährige Kapitän beendet seine aktive Karriere nach 423 Pflichtspielen im blau-schwarzen Trikot und wird künftig als Chefscout für den Verein arbeiten. Neben Zeitz sollen nach Informationen von saarnews elf weitere Spieler verabschiedet werden: Till Schumacher, Richard Neudecker, Rodney Elongo-Yombo, Amine Naifi, Amine Groune, Tim Paterok, Jonas Nickisch, Sven Sonnenberg, Lasse Wilhelm, Joel Bichsel und Kasim Rabihic.

Bereits vor dem Anpfiff dürfte der emotionale Höhepunkt des Tages erreicht sein. Der Ludwigspark ist nahezu ausverkauft, die Atmosphäre entsprechend aufgeladen. „Ich glaube, dass man sich darauf gar nicht so wirklich vorbereiten kann“, sagte Zeitz auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Er wolle „alles auf sich zukommen lassen“.

Mit Zeitz verabschiedet der Verein einen der prägendsten Spieler seiner jüngeren Geschichte. Der gebürtige Saarländer erlebte mit dem FCS Abstiege, Aufstiege und zwei Halbfinalteilnahmen im DFB-Pokal. Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Hager bezeichnete Zeitz im Gespräch mit saarnews als „Vorbild für alle Jugendspieler beim FC Saarbrücken“. Der Mittelfeldspieler habe gezeigt, „dass man beim FCS erfolgreich sein kann“.

Trainer Agi Giannikis kündigte an, dem Wunsch des Routiniers hinsichtlich seines letzten Heimspiels „vollends“ entsprechen zu wollen. Zeitz habe sich diesen Abschied „über die Jahre natürlich verdient“.

Der emotionale Abschied markiert gleichzeitig das Ende einer Ära. Auch neben dem Platz verliert der Verein wichtige Figuren: Co-Trainer Bernd Heemsoth wird den Club verlassen, ebenso Jörg Alt, der die Amateurabteilung seit dem Neustart bis in die Saarlandliga führte. Geschäftsführer Christian Seiffert wiederum wechselt als Direktor Infrastruktur und Stadionbetrieb zum Karlsruher SC.

Hinter den Kulissen läuft der personelle Umbau bereits auf Hochtouren. Mehrere Spieler besitzen Angebote des Vereins, verhandeln aber noch über ihre Zukunft. Sportvorstand Markus Thiele machte nach der Pressekonferenz deutlich, dass der Verein zeitnah Planungssicherheit benötige und kurzfristig Entscheidungen erwarte.

Im Extremfall könnte der FCS zusätzlich Ersatz für Phillip Menzel, Tim Civeja, Florian Pick, Philip Fahrner, Maurice Multhaup und Elijah Krahn suchen müssen. Besonders die Personalie Civeja gilt als eigentlich abgehakt, nachdem der Mittelfeldspieler mehrfach mit Zweitligisten in Verbindung gebracht wurde. Ein Wechsel von Patrick Sontheimer nach Fürth scheint hingegen kein Thema zu sein. Dem Verein liege keine Anfrage vor.

Auch auf der Torhüterposition stehen Veränderungen im Raum. Die Zukunft hängt unter anderem davon ab, wer Nachfolger von Torwarttrainer Frank Kackert wird, der unseren Informationen zufolge mit der SpVgg Greuther Fürth in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig arbeitet der Verein bereits an Neuzugängen. Als sicher gilt nach einem Bericht von RevierSport der Wechsel von Kelsey Owusu von Rot-Weiss Essen zum FCS. Der offensive Außenspieler soll die Saarbrücker Offensive künftig variabler machen.

Während der FCS sportlich im gesicherten unteren Mittelfeld rangiert, reist Rostock mit einem klaren Ziel ins Saarland. Die Hanseaten benötigen einen Sieg, um ihre minimale Chance auf den Relegationsplatz zur 2. Bundesliga zu wahren. Hansa-Trainer Daniel Brinkmann sprach vor dem Spiel vom „Glauben an das Wunder“. Seine Mannschaft müsse allerdings kontrolliert agieren und dürfe „nicht in einen Harakiri-Modus verfallen“. Saarbrücken habe unter Giannikis „eine klare Handschrift“ entwickelt und gehöre grundsätzlich „in die Top fünf oder sechs der Liga“.


Lesen Sie auch:


Giannikis wiederum warnte trotz aller Abschiedsatmosphäre vor Nachlässigkeit. Man wolle die starke Heimbilanz wahren und gleichzeitig die nötige Ernsthaftigkeit mit Blick auf das bevorstehende Saarlandpokalfinale gegen den FC Homburg bewahren. „Wir wollen auch morgen beibehalten, was wir uns hier erarbeitet haben“, sagte der Trainer.

Parallel zur Begegnung finden in der benachbarten Saarlandhalle die Halbfinalspiele der Tischtennis-Champions-League statt. Die Landespolizeidirektion rechnet deshalb mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Die Camphauser Straße wird spätestens ab 11 Uhr zwischen Ludwigskreisel und der Autobahn 623 gesperrt. Auch rund um die Saarlandhalle und den Stadtteil Rodenhof sind umfangreiche Verkehrseinschränkungen vorgesehen. Zusätzlich setzt die Polizei Drohnen zur Lageübersicht und Verkehrssteuerung ein.

Der Verein empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder den eingerichteten Shuttle-Bussen. Insgesamt werden fünf Shuttlebusse eingesetzt.

- Werbung -
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
https://saarland-macht-urlaub.de/
- Werbung -

Aktuelle Beiträge aus Warscheids Welt