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FCS-Gegnercheck: Waldhof Mannheim

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Seit neun Spielen konnte der FCS nicht mehr gewinnen, zeigte vergangene Woche gegen Rot-Weiß Essen jedoch ein ganz anderes Gesicht als noch in den Wochen zuvor. Nun wartet mit dem Südwest-Derby in Mannheim eine Riesenchance den Bock umzustoßen, gleichzeitig auch ein weiterer potenzieller Tiefschlag der langanhaltenden Misere.

Der SV Waldhof Mannheim rangiert nach 16 gespielten Runden auf Platz 8. Zudem gewannen die „Barackler“ ihre letzten beiden Partien gegen Schweinfurt und Wiesbaden. Das große Problem der Mannheimer in dieser Saison ist sicherlich die Konstanz. Acht Siege, sieben Niederlagen und erst ein Unentschieden, am ersten Spieltag gegen Verl, heißt die Bilanz der ebenfalls Blau-Schwarzen, mehr als zwei Siege am Stück in Liga drei gelangen innerhalb der aktuellen Spielzeit jedoch nie.

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Abgesehen von den wenigen Unentschieden, erweisen sich die restlichen Daten ähnlich zu denen der Saarbrücker. 28 Tore erzielten die Mannheimer, der FCS drei weniger. 25-mal musste der Waldhof-Keeper bereits hinter sich greifen, Philip Menzel mit 26 Gegentoren einmal mehr. Sorgen macht die Auswärtsbilanz der Saarländer, zwar steht Waldhof Mannheim mit 13 Punkten nur auf Platz zwölf der Heimteams, der FCS konnte allerdings erst mickrige sechs Zähler in der Ferne holen. Als Grund hierfür erschließt sich die meist noch konservativere Spielart, die auswärts an den Tag gelegt wurde, was sich auch im katastrophalen Wert von 1,08 xG (erwartete Tore) in Auswärtspartien zeigt. Zum Vergleich: Zuhause kommt der 1.FC Saarbrücken auf immerhin 1,38. Es braucht also definitiv einen aktiveren Ansatz, um auch auf fremdem Geläuf mehr Punkte zu holen.

Nun zum kommenden Gegner. Der SVW war in dieser Saison für die erste Trainerentlassung der drei Profiligen verantwortlich. Bereits nach zwei absolvierten Spieltagen trennten sich die Barackler von Dominik Glawogger, den man erst im Sommer per Ablöse aus Regensburg verpflichtete. Luc Holtz, zuvor 15-Jahre! Luxemburgischer Nationaltrainer übernahm das Steuer und fuhr in seinen 14 Spielen als Cheftrainer acht Siege und sechs Niederlagen ein, was einen Punkteschnitt von 1,71 bedeutet. Taktisch beweist Holtz sich als sehr flexibel, so wechselte er innerhalb dieser Saison regelmäßig zwischen Dreier- und Viererkette. Worauf man sich verlassen kann, ist der funktionierende Doppelsturm des Waldhofs. Mit Terrence Boyd (fünf Tore) , Felix Lohkemper (sechs Tore) und Kennedy Okpala (sechs Tore), stehen drei gefährliche Mittelstürmer im Kader, die allesamt performen. In den vergangenen drei Partien erlebte der Routinier Boyd eine Art „Renaissance“ und erzielte vier Tore, auch im Landespokal überzeugte er mit einem Hattrick gegen den Regionalligisten aus Walldorf. Pünktlich zu seinem Formhoch kündigte er an seine Karriere im Sommer zu beenden und dem SVW als Jugendtrainer erhalten zu bleiben. Auch Ex-Saarbrücker Nicklas Shipnoski erzielte bereits vier Tore, auch wenn drei davon aus dem 6-1 gegen Rot-Weiß Essen stammen und er generell erst auf 394 Einsatzminuten kommt.

Mit Boyd im Angriff veränderte sich die Statik des SVW in den vergangenen beiden Spielen ziemlich. Waren sie davor oft das spielstärkere Team, so vertraute man gegen Schweinfurt und Wiesbaden auf viele lange Bälle in Richtung gegnerischer Hälfte. Tore entstanden aus überragenden Einzelaktionen des umtriebigen Kennedy Okpala und den Abstauber-Qualitäten von Terrence Boyd.

Wir erwarten kein Feuerwerk auf beiden Seiten, eher ein enges umkämpftes Derby. Diese Art von Spielen sind immer ein wenig abseits des normalen Ligaalltags zu betrachten, der FCS dürfte mit 3.000 Mann im Rücken auf jeden Fall genug auftrieb haben um die gute Bilanz gegen den SVW (zuletzt drei Siege in Serie) fortzuführen.

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