Nach zuvor drei Siegen aus drei Testspielen gegen weitaus tiefklassigere Gegner, wartete in der vierten Vorbereitungspartie der erste Härtetest auf die Mannschaft des 1.FC Saarbrücken. Gegen den ambitionierten Regionalligisten fielen in den neunzig Minuten jedoch keine Tore und die Teams trennten sich mit 0-0.
In der Mannschaftsaufstellung des FCS gab es die ein oder andere neue Personalie. So begannen Brünker und Staff erstmals gemeinsam in der Doppelspitze, dazu feierte der südkoreanische Flügelspieler Seung-Joon Lee sein Debut für Blau-Schwarz.

Die erste Viertelstunde strich weitestgehend ereignislos von Dannen. Nach 18 Minuten war es schließlich Sandhausens Linksverteidiger Ken Gipson, der Kevin Broll im Tor per Abschluss von außerhalb des Sechzehners erstmalig prüfte. Knapp zwei Minuten später kamen der Drittligist zu seiner ersten größeren Gelegenheit. Nach einem Eckstoß von Pick legte der am zweiten Pfosten stehende Staff den Ball elegant in die Mitte in Richtung Brünker. Der Kopfball des großgewachsenen Stoßstürmers verfehlte sein Ziel allerdings knapp.
Der SVS meldete sich nach kurz darauf ebenfalls per Eckball zurück. Schulz stieg empor und setzte das Leder nur wenige Zentimeter am Tor der Saarbrücker vorbei. Dieser Eckball sollte bis zum Schlusspfiff die letzte wirkliche Gelegenheit der Sandhäuser gewesen sein. Der FCS konzentrierte sich in diesem intensiv geführten Testspiel merklich auf die Arbeit gegen den Ball und ließ aus dem Spiel praktisch keine Gelegenheiten zu.
Offensiv hakte es gleichzeitig auch noch ein wenig. Brünker kam nach einer halben Stunde frei vor dem Tor zum Schuss, vergab aber. Für die letzte nennenswerte Szene der ersten Hälfte war Lee zuständig. Auf seiner linken Seite drehte er sich schön auf und suchte umgehend den Abschluss. Dieser endete zu zentral in den Armen von Lukas Schneller im Tor des SVS.
Wie gewohnt tauschte Giannikis zur Pause elfmal durch, somit kamen bis auf die aussortierten Patrick Schmidt und Dominic Baumann alle fitten Feldspieler zum Einsatz. Insbesondre Abdenego Nankishi und Christian Kühlwetter sorgten dabei für Gefahr, es fehlte in den meisten Situationen jedoch an der nötigen Genauigkeit.
Gleich nach dem Wiederanpfiff setzte sich der schnelle Nankishi auf links durch und fand im Zentrum den einlaufenden Kühlwetter, der den Ball raffiniert per Hacke ins lange Eck legen wollte, dabei aber an Keeper Lyska scheiterte (47).
Etwa zwanzig Minuten später fing Kühlwetter einen Pass im Sandhäuser Aufbau ab und ging allein auf das gegnerische Tor zu, doch erneut fiel die Abgabe zu harmlos aus und es blieb beim 0-0. Die letzte gefährliche Aktion des FCS entstand über ein Solo des bis dato eher unauffälligen Kaan Caliskaner, der sich in dieser Situation schön über rechts durchsetzte. Doch wie so oft in der zweiten Halbzeit, fehlte es im Zentrum an Abnehmern.
Nichtdestotrotz kann sich dieser Auftritt des 1.FC Saarbrücken zum aktuellen Zeitpunkt der Vorbereitung durchaus sehen lassen. Mit dem Ball kontrollierte man die Partie, gegen den Ball arbeitete das Team sehr hartnäckig und ließ kaum gefährliche Spielzüge des SV Sandhausen geschehen. Auch die Intensität wurde im Vergleich zu den vorrangegangenen Tests merklich angezogen.
Nächste Woche spielt Saarbrücken gleich zweimal. Am 25.7 trifft Saarbrücken auf den Bundesligisten FC Augsburg, am 26.7 wiederum auf den Regionalligisten aus Ahlen.















