Einen Tag nach der Pressekonferenz, in der das Präsidium des 1. FC Saarbrücken sich zur geplanten Ausgliederung äußerte, veröffentlichten die Vertreter der Virage Est ein Statement dazu. Wir haben die wesentlichen Punkte dazu zusammengefasst:
- Man bestätigt, dass die Gespräche mit Präsident Hartmut Ostermann bislang respektvoll und konstruktiv verlaufen seien.
- Überraschung und Kritik gibt es jedoch an der Information, dass die Satzungsänderung von 2022 bis heute nicht im Vereinsregister eingetragen wurde – angeblich wegen „juristisch komplexer Materie“. Ostermann habe diesen Vorwurf nicht entkräften können. Erst jetzt soll die Eintragung abgeschlossen werden.
- Bei einem Treffen stellte „Virage Est“ ihre Kampagne „Zukunft Blau-Schwarz“ vor. Ostermann habe dabei von Ausgliederungsplänen berichtet, deren Veröffentlichung die Fans nicht vorwegnehmen wollten. Dass diese Pläne nun so schnell öffentlich gemacht wurden, kam für die Gruppe überraschend.
- Die Haltung bleibt klar: Die Initiative setzt weiterhin auf Stärkung des e.V.-Struktur und lehnt eine Ausgliederung ab. Beispiele wie Freiburg, Mainz, Dresden, Nürnberg, St. Pauli oder Union Berlin zeigten, dass auch im Vereinsmodell professionell gearbeitet werden könne.
- Ein „Weiter so“ beim FCS sei keine Option. Man sei offen für Konzepte, sehe aber bisher keine konkreten Inhalte zu den Ausgliederungsplänen, sondern lediglich den Willen dazu.
- Die 50+1-Regel sei nur eine Wiedergabe der bestehenden Rechtslage und kein Argument für die Ausgliederung.
- „Virage Est“ betont, dass der Charakter des Vereins nach 122 Jahren unantastbar sei und warnt vor einer bloßen „bürokratischen Ausgliederung“, die nichts an den Entscheidungswegen ändere.
Die Fangruppierung ruft alle Mitglieder, Fans und Freunde auf, die Initiative „Zukunft Blau-Schwarz“ weiterhin zu unterstützen, etwa durch Unterschriften beim morgigen Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue.

