StartPolitikFDP kritisiert Mangel an Ganztagsplätzen an Saarbrücker Grundschulen

FDP kritisiert Mangel an Ganztagsplätzen an Saarbrücker Grundschulen

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Liberale fordern schnelleren Ausbau der Betreuung und mehr Planungssicherheit für Familien

Die FDP-Stadtratsfraktion in Saarbrücken schlägt Alarm angesichts der wachsenden Nachfrage nach Ganztagsbetreuungsplätzen an den Grundschulen der Landeshauptstadt. Nach Ansicht der Liberalen reicht das bestehende Angebot bei weitem nicht aus, um den Bedarf der Familien zu decken. Immer mehr Eltern gingen bei der Vergabe der Plätze leer aus, obwohl der steigende Bedarf seit Jahren bekannt sei.

Besonders vor dem Hintergrund des schrittweise eingeführten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung sieht die FDP dringenden Handlungsbedarf. Die schulpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion, Heike Müller, kritisiert die aktuelle Situation deutlich: „Es kann nicht sein, dass Familien in Saarbrücken keinen verlässlichen Betreuungsplatz für ihre Kinder finden, obwohl Politik und Verwaltung seit langem wissen, dass der Bedarf massiv steigt.“

Besonders kritisch sieht die FDP das derzeit angewandte Losverfahren zur Vergabe der Plätze. „Dass Eltern um einen Betreuungsplatz für ihre Kinder faktisch losen müssen, ist ein Hohn. Ein gesetzlicher Anspruch darf nicht vom Zufall abhängen“, so Müller weiter. 

Besonders betroffen seien berufstätige Eltern und Alleinerziehende, die auf eine funktionierende Betreuung angewiesen seien, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. 

Gerade in Zeiten eines akuten Fachkräftemangels sei eine verlässliche Kinderbetreuung kein freiwilliger Luxus, sondern ein zentraler Standortfaktor. Wer wolle, dass mehr Menschen arbeiten können und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, müsse auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. 

„Wenn Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren oder ihren Beruf ganz aufgeben müssen, weil Betreuungsplätze fehlen, ist das nicht nur ein Problem für die betroffenen Familien, sondern auch für unsere Wirtschaft und unsere Stadtgesellschaft“, betont Müller. 

Besonders Alleinerziehende litten unter der aktuellen Situation. Für sie bedeute ein fehlender Betreuungsplatz oft erhebliche finanzielle und berufliche Nachteile. Die Stadt dürfe diese Familien nicht im Stich lassen. 

Die FDP fordert daher von der Stadtverwaltung ein entschlosseneres Vorgehen beim Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen. Dazu gehörten ausreichende räumliche Kapazitäten, eine bessere Personalplanung sowie eine frühzeitige und transparente Bedarfsanalyse. 

Die FDP-Stadtratsfraktion kündigt an, das Thema im Stadtrat weiter mit Nachdruck anzusprechen und konkrete Maßnahmen einzufordern, damit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Saarbrücken endlich verlässlich erfüllt werde. 

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