Vor 4200 Zuschauern, runter 150 aus Saarbrücken, erzielten die FCS Frauen im Rückspiel des Aufstiegsduell gegen die Damen von Hertha BSC ein respektables 3:2. Damit gelang eine kleine Wiedergutmachung für die schwache Darbietung im Hinspiel. Die Frauen des 1. FC Saarbrücken zeigten die Saarländerinnen eine deutliche Leistungssteigerung, wenn auch klar festgestellt werden muss, dass das letztlich bessere Team in die 2. Bundesliga aufsteigen wird.
Nach der 1:4 Hinspielniederlage hatte Taifour Diane einige Änderungen in der Startelf vollziehen müssen. Laura Eicher rückte für Kimberley Ruhstorfer in die Innenverteidigung und Yara Volpert auf rechts. Gleichzeitig ersetzte Emma Wagner Michelle Reifenberg.
Das Spiel im Stadion am Wurfplatz begann mit einer erfolgreichen Finte der Hertha. Nora Clausen stand zu weit vor dem Tor, Elfie Wellhausen erkannte dies und lüfte das Leder ohne Abwehrchance für die Saarbrücker Torfrau zum 1:0 in die Maschen. Kein guter Einstand für die FCS-Frauen, die nach drei Minuten beinahe den nächsten Gegentreffer hinnehmen mussten. Schon früh zeichnete sich die Taktik der Berlinnerinnen ab: Sie ließen die kämpferisch auftretenden Saarländerinnen bis in die eigene Hälfte eindringen, sorgten dann für einen Ballgewinn und schalteten brutal schnell um, immer mit Elfie Wellhausen im Zentrum. Das stellte hohe Anforderungen an die Restverteidigung der FCS-Damen.
Die kamen zurück! Nach einer Ecke von links gelangte der Ball zur Außenverteidigerin Yara Volpert, die aus gut 16 Metern das Leder ins linke Unterteil Eck drosch. Wenig später musste die nach dem Hinspiel oft unsachlich kritisierte Nora Clausen alles aufbieten um einen Ball der freistehenden Wellhausen zu entschärfen. Das sollte ein immer wiederkehrendes Duell für den Rest des Spieles bleiben.
Saarländerinnen waren zwischenzeitlich im Spiel angekommen, was die angereiste Fanschar bemerkte und mit gelegentlichen „Saarbrücken!“-Rufen quittierte. Denn eins war klar: Die elf Frauen in Weiß gaben alles. Sie ließen sich auch nicht von der Trinkunterbrechung aus dem Takt bringen und gaben konstante Vollgas. Allein Elfie Wellhausen bekamen die Weißen nicht unter Kontrolle. Insgesamt wurde es ruppiger auf dem Platz und gegen Ende der ersten Halbzeit verstärkten die Gastgeberinnen ihre Offensivbemühungen, was in der 37. Minute fast erfolgreich gewesen wäre als Johanna Seifert, die bereits im Hinspiel getroffen hatte, den Pfosten prüfte.
Auf der anderen Seit musste Torfrau Inga Buchholz in der 45. Minute einen Schuss von Chelsea Agyei parieren. Die erste Halbzeit endete mit zwei gelben Karten für die aneinander geratenen Johanna Seifert und Larissa Theil und einer erneuten Großchance der Herthanerinnen, die Nora Clausen jedoch zunichte machte.
Beide Teams wechselten in der Pause: Bei Hertha kam Rohde für Poock, beim FCS Ruhstorfer für Theil. Die Berlinerinnen machten dort weiter, wo sie am Ende der ersten Halbzeit aufgehört hatten. In der 46. Minute musste erneut Nora Clausen alles aufbieten, um einen Schuss von Elfie Wellhausen um den Torpfosten zu lenken. Sieben Minuten später hatte Lilli Berwind die Führung für den FCS auf dem Fuß, doch ihr Abschluss geriet nicht kräftig genug. Hertha-Coach Kurbjuweit reagierte mit einem Doppelwechsel auf die verbesserte Offensivleistung der Saarbrückerinnen. Er brachte Danso und Haesler für Seifert und Giannori, worauf Taifour Diane Kimberley Dos Santos für Emma Wagner aufs Feld schickte.
Dreißig Minuten vor Schluss warfen die Saarländerinnen alles nach vorne. Die starke Yaraq Volpert stand sehr hoch und erhöhte den Druck im Mittelfeld. Kurbjuweit wechselte erneut aus. Für Blaettner kam nun Saeland. Diane brachte daraufhin Kristin Hauck und Michelle Reifenberg für Anna Lena Strauß und Lilli Berwind.
Trotz all der Wechsel verloren die Damen in Weiß ein wenig an Fahrt. Sie generierten viel zu wenige Torchancen, während die Hertha -Damen immer wieder gefahrlose zum Saarbrücker Tor durchstießen. In der 80. Miute nahm Taifour Diane seine letzte Wechseloption wahr und wechselte Madita Schmitt für Laura Eicher ein. Kurz darauf fand das Duell Nora Clausen VHS. Elfie Wellhausen seinen unrühmlichen Höhepunkt als die Berlinerin die Saarbrücker Torfrau mit gestrecktem Fuß traf und dafür die gelbe Karte sah. Der Schmerz auf Seiten der Gäste wurde aber noch größer, denn eben jene Elfie Wellhausen traf in der 83. Minute zum 2:1, womit die Partie so gut wie entschieden war.
In der Nachspielzeit trafen noch Kristin Hauck zum 2:2 und Lena Ripperger zum 3:2 für den 1. FC Saarbrücken, doch den Aufstieg feierten die Damen von Hertha BSC.


