StartFCSFCS-Gegnercheck: TSG 1899 Hoffenheim II

FCS-Gegnercheck: TSG 1899 Hoffenheim II

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Trotz des spielerischen Aufschwungs blieben die Resultate des 1. FC Saarbrücken auch unter Jürgen Luginger zuletzt gleich. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – das ist die Bilanz des Interimstrainers. Dazu kommen gerade einmal 20 Punkte nach 17 Runden; so schlecht standen die Blau-Schwarzen seit dem Wiederaufstieg 2020 zu diesem Zeitpunkt noch nicht da. Zudem egalisierte der FCS letzte Woche seinen Rekord von zehn Spielen in Serie ohne Sieg aus den Jahren 2010 und 2013. Mit dem kommenden Heimspiel könnte man also einen neuen Negativhöhepunkt der eigenen Drittliga-Geschichte aufstellen.

Um dies zu verhindern, muss gegen die TSG 1899 Hoffenheim II ein Sieg her. Die Kraichgauer stiegen vor der Saison als Meister der Regionalliga Südwest auf. 75 Punkte, 83 Tore und nur 33 Gegentore aus 34 Begegnungen zeigen, wie dominant dieses Team in der vergangenen Saison war. Dieser Erfolg führte dazu, dass Aufstiegscoach Vincent Wagner von der SV Elversberg abgeworben wurde, um dort das Erbe von Horst Steffen anzutreten. Zudem blieben die meisten Leistungsträger im Verein und empfehlen sich Woche für Woche mit starken Leistungen für höhere Aufgaben.

Als Nachfolger für Wagner installierte die TSG Stefan Kleinheisemann. Für den 37-Jährigen ist es die erste Station als Chefcoach im Herrenbereich; zuvor war er stets als Co-Trainer, unter anderem in Fürth und Bielefeld, aktiv. Seine Mannschaft lässt er meist im 4-2-3-1 auflaufen, der Fokus liegt klar auf dem Spiel mit dem Ball. So kommen die Kraichgauer auf durchschnittlich 53,9 % Ballbesitz und bauen das Spiel flach auf, meist in einer Dreierkette. Über ihre starken Kombinationsspieler wie den gebürtigen Sinsheimer Luka Duric (acht Scorer) bringt die TSG das Spielgerät in die Zwischenräume oder auf die Flügel. In der Offensive stehen mit Deniz Zeidler (sechs Scorer), dem Saarländer Paul Hennrich (acht Scorer) und Ayoub Amaimouni (elf Scorer) überragende Eins-gegen-eins-Spieler zur Verfügung; mit 19,4 Dribblings pro Spiel versuchen sie die mit Abstand meisten der Liga. Zusätzlich stellt die TSG mit 35 erzielten Treffern den drittbesten Angriff der Liga und kassierte obendrein nur 24 Gegentore, was wiederum die sechstbeste Defensive bedeutet. Den FCS erwartet also eine hochstehende, technisch herausragende Mannschaft mit zahlreichen Spielern, die ihre Gegner an einem guten Tag schwindelig spielen könnten. Insbesondere Amaimouni und Hennrich ragen individuell heraus. Die beiden sind pfeilschnell, besitzen einen fantastischen linken Fuß und zögern keine Sekunde, wenn sich eine Gelegenheit zum Torschuss bietet.

Ein großes Problem der Truppe ist die Widerstandsfähigkeit. Noch keinen einzigen Rückstand konnte Hoffenheim II in dieser Spielzeit drehen. Außerdem läuft das Team, gemäß seiner Spielweise, in einige Kontersituationen. Der 1. FC Saarbrücken wird vermutlich weitaus weniger den Ball haben, umso wichtiger wird also der körperliche Aspekt gegen die spielfreudigen Hoffenheimer. Der MSV Duisburg schaffte es vor Kurzem nicht, den Spielfluss der TSG einzudämmen, und geriet bereits nach 45 Minuten mit 0:4 in Rückstand. Auch gegen Energie Cottbus (4:1), den VfL Osnabrück (4:0) oder 1860 München (5:1) lieferte Hoffenheim II fußballerische Machtdemonstrationen. Der FCS sollte also gewarnt sein.

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