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FCS startet als Favorit in die englische Woche – FCS-Gegnercheck: FC Ingolstadt 04

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Mit drei Siegen aus vier Ligaspielen, darf der Saisonstart des 1.FC Saarbrücken als voller Erfolg verbucht werden. Mit Hansa Rostock, Rot-Weiß Essen, Jahn Regensburg und dem SV Meppen traf man in jeder Partie auf einen Kontrahenten, der sich zumindest im Vorfeld des Spiels in einer guten Verfassung wähnte. Mit Ingolstadt trifft Saarbrücken nun erstmalig in dieser Saison auf eine Mannschaft, die mal wieder hinter den Erwartungen abliefert. Es stellt sich also die Frage, ob Saarbrücken nicht als klarer Favorit in den fünften Spieltag geht.

Der Gegner
Die Schanzer können mittlerweile schon als chronische Unterperformer angesehen werden. Seit dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga im Jahre 2022, schaffte es der FCI kein einziges Mal einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Die Trainer wurden vor allem in den ersten beiden Saisons viel getauscht, dieser Umstand änderte sich allerdings im Juli 2024. 

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Seitdem ist nämlich Sabrina Wittmann Cheftrainerin des FC Ingolstadt 04. Unter ihrer Leitung startete der FCI damals erfolgreich in die Saison und war zur Winterpause in Reichweite der Aufstiegsränge. Durch eine schwache Rückrunde geriet man jedoch meilenweit weg von eben diesen und schloss erneut nur auf Rang zehn ab. Im vergangenen Jahr rutschte Ingolstadt vor der Winterpause sogar in den Abstiegskampf, bevor die Schanzer sich in der Rückrunde durch einen auf etwas mehr Stabilität beruhenden Ansatz sorgenlos in der Liga halten konnten. Fünf Zähler aus vier Spielen, dazu fußballerisch überwiegend biedere Auftritte, sprechen erneut für einen zähen Saisonstart.

Der Verein FC Ingolstadt 04 stellte im vergangenen Sommer seine komplette Führungsriege neu zusammen. Das Modell ähnelt dabei dem des FCS. Markus übernahm als Geschäftsführer für Marketing und Sponsoren, Florian Günzler im Bereich Finanzen und Organisation und Harald Gärtner für Sport und Kommunikation. Letzter hatte bereits lange Zeit für Ingolstadt gearbeitet. Von 2007 bis 2015 schaffte es der FCI unter seiner Leitung von der damals drittklassigen Regionalliga Süd bis in die Bundesliga. 2019 verabschiedete sich Gärtner allerdings mit dem Abstieg in Liga drei. In der Zwischenzeit verhalf er jedoch Klagenfurt in die österreichische Bundesliga, brachte Wacker Innsbruck mit drei Aufstiegen in Serie zurück in Liga zwei und war ebenfalls bei den Grasshoppern Zürich und dem Los Angeles FC tätig.

Trotz dieses großen Umbruchs innerhalb der Führung blieb Sabrina Wittmann Cheftrainerin. Dem FC Ingolstadt fehlte es in den vergangenen Jahren an einer echten Identität. Wittmann schaffte es einige Talente aus dem eigenen Nachwuchs in Liga drei zu etablieren, fußballerisch bot ihr Team allerdings meist wenig an. Dazu bewegt sich Ingolstadt trotz eines guten Etats in sportlich irrelevanten Gebieten dieser Liga und ein wirkliches Fanaufkommen haben die Schanzer ebenfalls nicht zu verzeichnen.  

Taktische Herangehensweise:

Der FCI startete drei seiner bisherigen vier Ligaspiele in einer Art 3-3-3-1, wie man es unter anderem von Christian Titz aus seiner Zeit in Magdeburg oder momentan bei Hannover 96 kennt. Anders als seine Teams steht der FCI bislang jedoch überhaupt nicht für Spektakel. Im Gegenteil, der Spielaufbau wirkt wie erwähnt bislang recht bieder mit einem klaren Fokus auf vertikale Bälle in die Spitze. Der Hauptteil der Chancen entsteht wie bei vielen Teams dieser Liga über die Flügel und den Halbraum. Dies funktionierte insbesondere im ersten Saisonspiel gegen Würzburg mehr als ordentlich, indem Ingolstadt zwei schöne Tore über die rechte Seite erzielte. 

Ansonsten gewann man durch individuelle Fehler des Gegners in Großaspach. In Münster lieferten sich zwei offensiv uninspirierte Mannschaften ein ereignisarmes 1-1 und gegen Aachen musste der FCI bereits nach fünf Minuten einen Platzverweis hinnehmen, weshalb die Partie schwer zu bewerten ist. 

Nichtdestotrotz wirkt das Offensivspiel des FCI recht fluide mit vielen Positionswechseln. Schaffen sie es einen ihrer vertikalen Bälle in der Spitze festzumachen, haben sie in der Regel viel Personal, um einen schnellen Angriff auszuspielen. An der Umsetzung haperte es in den vergangenen Wochen jedoch meist.

Schlüsselspieler:

Der Kader der Schanzer beinhält grundsätzlich viel Qualität. Kapitän Simon Lorenz organsiert als Abwehrchef die Dreierkette, nimmt dazu einen wichtigen Teil im Spielaufbau ein. In der Sturmspitze gilt der körperlich starke Lars Lokotsch wiederum als Wandspieler der Bälle festmachen soll und als Empfänger für potenzielle Hereingaben. Spielerisch am wichtigsten für den FCI dürfte Jonas Carlsen sein. Der 24-jährige Däne war letztes Jahr in einer schwachen Saison bereits einer der besseren Ingolstädter und nimmt weiterhin eine wichtige Rolle im Spiel mit dem Ball ein. 

Statistiken:

Ingolstadt liegt in vielen Defensivstatistiken sehr weit vorne. In Sachen abgefangene Bälle pro Partie und Klärungsaktionen stehen sie sogar an der Ligaspitze. Dies spricht aber auch ein Stück weit dafür, dass der FCI in seinen Partien öfters in Bedrängnis geraten ist. Dafür spricht auch der Fakt, dass Ingolstadts Keeper Klein die zweitmeisten Paraden vorzuweisen hat. 

Der durchschnittliche xG-Wert liegt mit 1,3 deutlich unter dem des 1.FC Saarbrücken, ligaweit rangiert man damit auf dem 15 Platz. In Sachen xGA (erwartete Gegentore) stehen die Schanzer ebenfalls nur im Mittelfeld mit 1,55 pro Spiel. Offensiv scheint der Motor noch ein wenig zu stocken. In Sachen herausgespielte Großchancen liegt Ingolstadt nämlich auf dem vorletzten Platz. Auf den FCS wartet also eindeutig keine Offensivwucht. 

Fazit:

Es sind zwar erst vier Ligapartien absolviert, dennoch geht der 1.FC Saarbrücken am Samstag als Favorit in diese Begegnung. Ingolstadt überzeugte bislang kaum und offenbarte insbesondere mit Ball noch enorme Probleme in seinen Auftritten, während Saarbrücken in vier Spielen bereits 14 Tore erzielen konnte. Qualitativ ist die Mannschaft des FCI gut aufgestellt, als Konstrukt wirken sie im Vergleich zum FCS zurzeit aber schwächer.

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