Angesichts der anhaltenden Hitze fordert die Landesschülervertretung des Saarlandes (LSV Saar) ein landesweit einheitliches Hitzeschutzkonzept für Schulen. Nach Auffassung der Schülervertretung reichen die bisherigen Regelungen nicht aus, um Schülerinnen und Schüler bei extremen Temperaturen wirksam zu schützen.
In einer Stellungnahme verweist die LSV auf die Temperaturen der vergangenen Tage, die bereits am Vormittag regelmäßig über 30 Grad gelegen hätten. Viele Klassenräume hätten sich stark aufgeheizt, wodurch konzentriertes Lernen erschwert worden sei. Zahlreiche Schulgebäude seien baulich nicht auf solche Wetterlagen vorbereitet.
Kritisiert werden unter anderem fehlende Verschattungsmöglichkeiten, unzureichende Lüftungskonzepte, mangelnde Begrünung von Schulhöfen, fehlende Trinkwasserspender sowie das Fehlen kühler Aufenthaltsräume. Auch bei Schulneubauten und Sanierungen werde der Hitzeschutz bislang nicht ausreichend berücksichtigt, so die Schülervertretung.
Nach Ansicht der LSV hat die Abschaffung des früheren „Hitzefrei-Erlasses“ keine verlässliche Grundlage für den Umgang mit hohen Temperaturen geschaffen. Während für Arbeitnehmer gesetzliche Vorgaben zum Schutz vor Hitze am Arbeitsplatz existierten, fehlten vergleichbare Regelungen für Schulen.
Die Landesschülervertretung fordert deshalb ein landesweites Konzept mit klar definierten Temperaturstufen und verbindlichen Maßnahmen. Dazu gehören nach ihren Vorstellungen Regelungen zu Kurzstunden, Raumwechseln, einem möglichen vorzeitigen Unterrichtsende sowie Notbetreuungsangeboten in geeigneten Räumen. Darüber hinaus werden langfristige bauliche und organisatorische Maßnahmen zum Schutz vor Hitze verlangt.
Ziel sei nicht ein genereller Unterrichtsausfall, sondern ein verlässlicher Umgang mit Extremtemperaturen, der sowohl gesundheitliche Aspekte als auch den Bildungsauftrag der Schulen berücksichtige.


