StartFCSFCS: Last-Minute-Sieg in Regensburg

FCS: Last-Minute-Sieg in Regensburg

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Nach dem fulminanten 5-2 Sieg über Rot-Weiß Essen zum Saisonstart, gastierte der 1.FC Saarbrücken bei Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer teilten sich vor dem zweiten Spieltag den ersten Tabellenplatz mit Blau-Schwarz. In einem ereignisreichen Spiel mit einer Vielzahl an Torchancen gelang dem FCS mit der letzten Aktion der Siegtreffer.

Ohne Veränderungen startete der 1.FC Saarbrücken in diesen zweiten Spieltag, ebenso wie der Jahn. Beide Teams hatten ihr Auftaktspiel mit 5-2 gewonnen, dementsprechend wären großartige Wechsel in der Startelf auch verwunderlich gewesen. Das Ergebnis sollte nicht die einzige Überschneidung dieser beiden Teams bleiben. Sowohl Argirios Giannikis als auch SSV-Coach Sascha Hildmann ordneten ihre Mannen in einem 4-2-2-2 System an.

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Die erste Annäherung in Richtung Tor des Gegners gelang der Heimmannschaft. Hermes wurde steil geschickt, der abgeblockte Ball gelangte im Anschluss rechts in die Füße von Philipp, dessen Flanke jedoch zu weit geriet (3). Auch der erste Abschluss der Begegnung ging auf das Konto von Regensburg. Nach einer Ecke kam Boujellab zum Abschluss, doch ein Saarbrücker Bein vereitelte seinen Schuss (7). Insgesamt fand Saarbrücken in den ersten zehn Minuten noch keinen Zugang in die Begegnung und lief meist hinterher.

Es dauerte bis zur 18 Minute bis die in gelb auflaufenden Saarbrücker das erste Mal Gefahr ausstrahlen konnten. Die neu entdeckte Standardstärke führte innerhalb weniger Sekunden gleich zu mehreren brenzligen Situationen für Regensburg. Zunächst wurde ein Abschluss aus aussichtsreicher Lage von Bretschneider abgewehrt. Die darauffolgende Ecke spielte der FCS kurz aus, Pick brach durch bis an die Grundlinie, sein Pass endete aber am Außennetz des Regensburger Tores.

Auffälligster Saarbrücker war bis dato Alexander Staff, der sich immer wieder tief fallen ließ und seine fußballerischen Fähigkeiten in Form eines herausragenden Diagonalballs aufblitzen ließ. Der Empfänger Florian Pick nahm wiederum den hinterlaufenden Fahrner mit, dessen Hereingabe jedoch kein Saarbrücker in der Mitte erwischte (25). Kurze Zeit später die mit Abstand größte Gelegenheit des bisherigen Spiels. Pick wurde auf der rechten Seite durchgeschickt, er fand Nankishi, welcher das Leder frei aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen konnte (28).

Die Saarländer waren nun am Drücker. Über Gleiber, Bretschneider und Staff kombinierten sie sich stark in den Regensburger Sechzehner. Staffs Abschluss wehrte SSV-Keeper Herrmann dann souverän ab (31). Im direkten Gegenzug beinahe die Führung für den Jahn! Sontheimer leistete sich eine Unkonzentriertheit vor der Abwehrkette, woraufhin Hermes und Boujellab gemeinsam auf das Saarbrücker-Tor stürmten. Philip Fahrner demonstrierte allerdings seine Defensivstärke und rettete seine Mannschaft vor einem möglichen Rückstand.

Die nächste Szene gehörte wieder den Hausherren. Sontheimer spielte im Aufbau erneut einen Fehlpass, das Spielgerät landete auf rechts bei Außenverteidiger Benedict Bauer. Dieser zog in die Mitte und verfehlte das Führungstor nur knapp (37).  Das Momentum in dieser wilden Partie lag nun wieder auf Seiten von Jahn Regensburg. In Folge einer Umschaltsituation tauchte Hobsch allein vor Bignetti auf. Der Stammtorhüter des FCS reagierte im Eins-gegen-Eins glänzend und bewahrte sein Team vor einem Rückstand (41).

Kurz vor der Pause wieder Saarbrücken. Pick bekam auf rechts zu viel Platz zugesprochen, schlug einen seiner unnachahmlichen Haken und donnerte das Leder an den Pfosten (44).

Nach einer zweiminütigen Nachspielzeit hieß der Halbzeitstand einer ausgeglichenen Begegnung somit 0-0. Die 9.721 Fans im Jahnstadion bekamen auf beiden Seiten einiges geboten.

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Das Tempo der ersten Halbzeit wurde auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten nicht gelindert. Nankishi setzte sich immer wieder überzeugend durch, dem 24-jährigen fehlte es wie gegen Essen aber an jeglicher Effektivität in seinen Aktionen. In der 53. kam Nassim Boujellab im Sechzehner des FCS zur Chance, doch der wiederholt stark agierende Bignetti sicherte die Null. Auf der Gegenseite die Riesenchance des FCS. Bretschneider spielte einen Pass flach ins Zentrum, der über Kühlwetters Hacke bei Pick landete. Der Mannschaftskapitän der Saarbrücker legte uneigennützig auf für Staff, der die große Chance nicht nutzen konnte (55).

Kurz darauf darauf wechselte Giannikis erstmalig. Mit Staff, Kühlwetter und Nankishi verließen gleich drei Offensivkräfte den Platz. Dafür kamen Gürpüz, Lee und Brünker neu herein. Daraufhin fehlte es der neuen Offensive des FCS ein wenig an Rhythmus und Eingespieltheit. Regensburg blieb weiterhin gefährlich in seinen Umschaltmomenten, wirkliche gefährlich wurde es vor dem Gehäuse der Gäste aber nicht. Im Zuge der zweiten Trinkpause wechselte Giannikis erneut und brachte Vasiliadis für den gelb verwarnten Gleiber (69).

Dieser stand direkt im Mittelpunkt des Geschehens. In der 73. Spielminute empfing Vasiliadis einen Pass von Sontheimer, drehte sich mit viel Platz im Strafraum, versuchte dann aber ein wenig zu sehr den Ball präzise ins Eck zu legen, weshalb Herrmann locker parieren konnte.  Auch im Anschluss blieb der Deutsch-Grieche der nun auffälligste Mann auf dem Feld und kam innerhalb weniger Minuten auf vier Abschlüsse. So zielte er beispielsweise in Minute 78 nur knapp über das Tor von Regensburg.

Saarbrücken setzte im Endspurt mehr offensive Akzente, es scheiterte jedoch oft an der letzten Genauigkeit. Immer wieder kombinierten sich Vasiliadis, Gürpüz und Pick technisch hervorragend vor den Strafraum des SSV. Dann folgte aber in der Regel ein zu kopfloses Abspiel, weshalb echte Großchancen ausblieben.

Tief in der Nachspielzeit, als sich die Meisten schon mit einem 0-0 der besten Sorte angefreundet hatten, schlug der eingewechselte Rizzuto eine Traumflanke auf Kai Brünker, der zum späten 0-1 einnickte. Der Siegtreffer wurde im Anschluss frenetisch vor dem Gästeblock gefeiert. Der FCS belohnt sich für einen engagierten Auftritt und startet mit zwei Siegen in die Saison.

Fotogalerie von Catharina Kuhn

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