StartFCSRWE – Gegnercheck – FCS vor schwerer Aufgabe zum Saisonstart

RWE – Gegnercheck – FCS vor schwerer Aufgabe zum Saisonstart

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Nach zweieinhalb Monaten Pause geht es wieder los! Die neue Drittligasaison des 1. FC Saarbrücken steht vor der Tür. Am kommenden Sonntag um 16:30 Uhr empfängt das Team von Cheftrainer Argirios Giannikis den Aufstiegsaspiranten Rot-Weiß Essen.

Die letzte Begegnung zwischen diesen beiden Teams dürfte den FCS-Fans positiv in Erinnerung geblieben sein. Dank eines überraschenden 1:2-Auswärtserfolgs sicherte sich Saarbrücken den Klassenerhalt in einer insgesamt komplizierten Saison.

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Rot-Weiß befindet sich momentan in einer ähnlichen Situation, wie es in Saarbrücken im vergangenen Sommer der Fall war. Nach zwei Partien unterlag RWE dem Zweitligisten Greuther Fürth in der Relegation und muss nun einen erneuten Anlauf in Liga drei nehmen. Saarbrücken litt in der vergangenen Saison enorm unter der Tristesse des verpassten Aufstiegs. Inwieweit man diesen Aspekt in Essen ausblenden kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

RW Essen - Uwe Koschinat-82
Uwe Koschinat

Rein personell ist RWE weiterhin stark aufgestellt. Cheftrainer ist nach wie vor Ex-FCS-Coach Uwe Koschinat. Dessen Amtsperiode in Essen lässt sich bislang als Erfolgsgeschichte beschreiben. Ende 2024 übernahm er den Verein aus dem Ruhrpott auf einem Abstiegsrang, formte das beste Team der Rückrunde 2024/25 und stieg im Folgejahr beinahe auf.

Den Kader konnte Essen größtenteils beisammenhalten. So stehen sechs Akteure, die im Rückspiel in Fürth in der Startelf standen, noch immer unter Vertrag. Mit Kaito Mizuta, Thorben Müsel und Klaus Gjasula verließen RWE im Sommer zwar drei elementare Leistungsträger. Jedoch sicherte sich der Verein die Dienste einiger hochinteressanter Spieler.

So gelangen die Festverpflichtungen der bisherigen Leihspieler Dickson Abiama, Jannik Hofmann und Françi Bouebari. Zusätzlich wurde die Leihe des Kölner Sturmtalents Jan-Cuber Potocnik um eine weitere Saison verlängert. Für den Angriff kam mit Semir Telalovic ein potenzieller Unterschiedsspieler per Leihe aus Nürnberg. Der 26-Jährige hatte vor zwei Jahren in Ulm noch mehr als zehn Tore in der 2. Bundesliga erzielt, bevor er in der vergangenen Saison eher unglücklich agierte. Nun wird er gemeinsam mit Marek Janssen ein gefährliches Sturmduo bilden. Die beiden entschieden die 4:1-Generalprobe jeweils mit einem Doppelpack zugunsten der Essener. Auf diese beiden wird Saarbrückens Defensive am Wochenende besonders aufpassen müssen.

Innenverteidiger Max Geschwill absolvierte vor zwei Jahren noch 19 Begegnungen für Holstein Kiel in der Bundesliga. Er überzeugt insbesondere durch sein hohes Tempo und einen starken linken Fuß. Gegen Saarbrücken wird er allerdings möglicherweise noch auf der Bank Platz nehmen müssen, da er sich mit muskulären Problemen durch die Vorbereitung schleppte.

Das Erbe von Führungsspieler Klaus Gjasula, der den Verein aus familiären Gründen in Richtung Hoffenheim II verließ, wird zum aktuellen Zeitpunkt wohl Janne Sietan antreten. Dieser überzeugte in den vergangenen beiden Saisons auf der Sechserposition beim Waldhof Mannheim und zeichnet sich durch seine sehr aggressive Spielweise aus. Sein Partner im zentralen Mittelfeld wird Neuzugang Tony Menzel von Dynamo Dresden sein, der wohl als Müsel-Ersatz nach Essen kam.

RW Essen - Marek Janssen-84
Marek Janssen

Fußballerisch ist Rot-Weiß unter Koschinat für seine enorme Durchschlagskraft und ein sehr intensives Spiel gegen den Ball bekannt. So lag RWE in der vergangenen Saison lange Zeit auf Rang eins bei den abgegebenen Torschüssen, und auch in sämtlichen anderen Statistiken wie etwa den erwarteten Toren (xG) schnitt die Mannschaft überdurchschnittlich ab.

Nach den Eindrücken der Vorbereitung ist von einer Art 4-2-3-1-System auszugehen. Eventuell auch von einem 4-4-2, je nachdem, wie sich Telalovic neben Janssen positioniert. Mit Brumme und Abiama werden auf den Flügeln sehr flankenstarke Spieler beginnen, und auch die nominellen Außenverteidiger Bouebari (links) und Hofmann (rechts) sind für ihre zahlreichen Offensivläufe bekannt.

Für den FCS ist dies ohne Zweifel direkt zum Saisonstart eine schwere Aufgabe. Trotz des bitteren Endes der Vorsaison gilt Essen in diesem Jahr als eines der Top-Teams und geht daher auch als Favorit in den ersten Spieltag in Saarbrücken. Auf der anderen Seite bietet sich für Blau-Schwarz die Gelegenheit, mit einem leidenschaftlichen Auftritt eine Anfangseuphorie zu entfachen, die Fans und Verein durch das schwere Auftaktprogramm tragen könnte.

Wir erwarten eine intensive Begegnung zweier Teams mit Ambitionen. Sollten die Mannschaften ihren aktiven Spielstilen treu bleiben, könnte es zum lang ersehnten Saisonstart ein echtes Fußballfest vor toller Kulisse im Ludwigsparkstadion geben.

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