StartFeatureSPD fordert zukunftssichere ambulante Versorgung im Saarland

SPD fordert zukunftssichere ambulante Versorgung im Saarland

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Die SPD-Landtagsfraktion bringt in der morgigen Plenarsitzung einen Antrag zur Stärkung der ambulanten medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung im Saarland ein. Ziel ist es, flächendeckend tragfähige Strukturen zu schaffen und drohende Versorgungslücken zu verhindern.

„Die ambulante Versorgung ist das Rückgrat unseres Gesundheitswesens“, betont Florian Schäfer, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Haus- und Fachärztinnen, Psychotherapeutinnen, Zahnärzte und Pflegekräfte leisten jeden Tag Großartiges, um die Menschen im Saarland medizinisch zu versorgen. Dafür verdienen sie unseren Dank und die besten politischen Rahmenbedingungen.“

Angesichts der Überalterung der Ärzteschaft und des Nachwuchsmangels warnt Schäfer vor zunehmenden Herausforderungen, besonders in der hausärztlichen Versorgung, die bereits ab 2030 unter Druck geraten könnte. „Wenn wir heute nicht handeln, riskieren wir morgen Versorgungslücken – vor allem im ländlichen Raum“, so Schäfer.

Im Saarland seien bereits wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, darunter die Landarztquote von 7,8 Prozent, das Landarztförderprogramm sowie die im Bundesvergleich höchste Zahl an Medizinstudienplätzen pro Kopf. Weitere Bausteine sind die Förderung von Praxisübernahmen und Neugründungen, Kooperationen mit der Kassenärztlichen Vereinigung sowie die gezielte Unterstützung der ärztlichen Weiterbildung.

„Diese Maßnahmen wirken bereits heute und zeigen, dass die Landesregierung die Herausforderungen erkennt und handelt“, so Schäfer weiter. Gesundheitsminister Magnus Jung habe frühzeitig Prioritäten gesetzt – für mehr Nachwuchs, bessere Strukturen und eine wohnortnahe Versorgung.

Zugleich kritisiert Schäfer die fehlenden Reformschritte auf Bundesebene. „Das CDU-geführte Bundesgesundheitsministerium muss jetzt liefern. Wir brauchen endlich eine moderne Bedarfsplanung, die Realität abbildet, und keine Statistiken, die Versorgungslücken schönrechnen“, fordert er.

Die SPD-Fraktion erwartet vom Bund unter anderem eine realitätsnahe Reform der Bedarfsplanung, die Einführung eines Primärarztsystems, eine effektive Notfallreform zur Vermeidung von Doppelstrukturen, den Bürokratieabbau in Arztpraxen, den Ausbau digitaler Lösungen wie Telemedizin sowie eine gesicherte Finanzierung der Weiterbildung von Ärztinnen und Psychotherapeutinnen.

„Das Saarland zeigt, dass wir Verantwortung übernehmen, aber wir können den Ärztemangel und die Versorgungslücken nicht allein lösen“, so Schäfer abschließend. „Jetzt ist der Bund gefragt: Das CDU-geführte Gesundheitsministerium muss die angekündigten Reformen endlich umsetzen, damit die Menschen im ganzen Land auch morgen noch die Versorgung bekommen, die sie verdienen.“

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