StartFeatureSpiesen-Elversberg: CDU, SPD und FDP wollen Ausbau der SVE-Arena ermöglichen

Spiesen-Elversberg: CDU, SPD und FDP wollen Ausbau der SVE-Arena ermöglichen

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Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP im Gemeinderat Spiesen-Elversberg stellen sich hinter die weitere Entwicklung der SV Elversberg und den Ausbau der Ursapharm-Arena. Zugleich kritisieren sie, dass eine von der Gemeinde beauftragte Anwaltskanzlei offenbar die Ablehnung des derzeitigen Bauantrags für den Ausbau der Nordtribüne beantragt hat, ohne den Gemeinderat darüber zuvor einzubinden.

Spiesen-Elversberg – Im Streit um den weiteren Ausbau der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde haben sich CDU, SPD und FDP im Gemeinderat Spiesen-Elversberg gemeinsam positioniert. Die drei Fraktionen betonen in einer gemeinsamen Erklärung ihre grundsätzliche Unterstützung für die sportliche und infrastrukturelle Entwicklung der SV Elversberg. Gleichzeitig verlangen sie eine rechtssichere Klärung offener Fragen in den Bereichen Brandschutz, Sicherheit, Rettungswege, Verkehr und Erschließung.

Auslöser für die Stellungnahme ist nach Angaben der Fraktionen die öffentliche Berichterstattung über eine von der Gemeinde beauftragte Rechtsanwaltskanzlei. Diese habe sich gegenüber der Unteren Bauaufsichtsbehörde dafür ausgesprochen, den derzeit vorliegenden Bauantrag für den weiteren Ausbau der Nordtribüne abzulehnen.

Die Gemeinderatsfraktionen zeigen sich darüber verwundert. Der Gemeinderat habe zwar grundsätzlich einer anwaltlichen Prüfung und Begleitung zugestimmt. Eine Zustimmung zu einer konkreten inhaltlichen Stellungnahme oder gar zu einem Antrag auf Ablehnung des Bauantrags sei damit aus ihrer Sicht jedoch nicht verbunden gewesen. CDU, SPD und FDP erklären, weder über den konkreten Inhalt der Stellungnahme noch über die Forderung nach einer Ablehnung informiert oder an deren Abstimmung beteiligt worden zu sein.

Bei einem Projekt dieser Größenordnung sei eine frühzeitige und transparente Einbindung des Gemeinderates erforderlich. Dass die Gremien erst durch die öffentliche Berichterstattung von einer derart weitreichenden Position erfahren hätten, sei „nicht akzeptabel“, heißt es in der Erklärung.

Grundsätzliche Unterstützung für Arena-Ausbau

Inhaltlich stellen die drei Fraktionen ihre Unterstützung für den Ausbau ausdrücklich nicht infrage. Notwendige Prüfungen hinsichtlich Brandschutz, Verkehr, Erschließung und Sicherheit würden nicht infrage gestellt. Die fachliche und rechtliche Bewertung des Bauantrags liege bei der zuständigen Unteren Bauaufsichtsbehörde.

Gleichzeitig begrüßen CDU, SPD und FDP, dass die SV Elversberg nach den vorliegenden Angaben weitere Unterlagen ergänzen will. Dadurch soll nach ihrer Darstellung eine zeitnahe Genehmigung ermöglicht werden, sofern sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Gemeinderat hatte bereits am 26. Juni 2025 den Bebauungsplan „Umbau und Erweiterung der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde“ einstimmig beschlossen. Als langfristiges Ausbauziel sind nach den vorliegenden Planungsunterlagen 15.500 Zuschauerplätze vorgesehen. Aktuell weist die SVE eine Kapazität von 10.000 Plätzen aus.

Offene Fragen beim Sicherheitskonzept

Eine weitere Frage betrifft das Sicherheitskonzept des Stadions. Die gemeinsame Erklärung stellt ausdrücklich klar, dass die Aussage, ein bestehendes Sicherheitskonzept gelte lediglich bis zu einer Kapazität von 10.000 Zuschauern, nicht verifiziert werden konnte.

Nach den in der Mitteilung zusammengetragenen Informationen verlangt das saarländische Landesrecht für Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen ein Sicherheitskonzept. Für Stadien mit mehr als 10.000 Plätzen gelten zusätzliche Anforderungen. Ob ein konkretes bestehendes Sicherheitskonzept der SVE tatsächlich behördlich auf 10.000 Zuschauer begrenzt wurde, lässt sich anhand öffentlich zugänglicher Unterlagen demnach nicht bestätigen.

Nach Angaben des Saarländischen Rundfunks hat die SVE unter Berufung auf eine Stellungnahme vom 1. September 2026 angekündigt, weitere Unterlagen nachzureichen. Eine eigenständige öffentlich zugängliche Mitteilung des Vereins dazu sei bislang nicht gefunden worden.

„Zusammenarbeit statt Schuldzuweisungen“

Die drei Fraktionen wollen den Vorgang deshalb nicht als grundsätzliche Auseinandersetzung über die Zukunft der SVE verstanden wissen. „Jetzt braucht es Zusammenarbeit statt Schuldzuweisungen“, lautet ihre gemeinsame Forderung.

Gemeinde, Landkreis, Verein, Stadiongesellschaft und die zuständigen Behörden müssten die offenen Fragen nun zügig und konstruktiv klären. Die SV Elversberg sei ein bedeutender Bestandteil der Gemeinde und zugleich ein sportlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor für die Region.

Ziel müsse es sein, die noch offenen Fragen transparent zu klären und damit die Voraussetzungen für eine rechtssichere Weiterentwicklung der Arena zu schaffen. Ob und wann die noch ausstehenden Unterlagen vollständig vorliegen und wie die zuständige Bauaufsicht den Bauantrag anschließend bewertet, bleibt dabei zunächst offen.

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