Chance verpasst! Die SV Elversberg verliert ihr Heimspiel gegen den Spitzenreiter Schalke 04 mit 1-2 und rutscht dadurch aus der Aufstiegszone.
Mit einem Wechsel zum Vergleich des 1-1 gegen Hannover 96, begann die SVE in die Partie gegen den Spitzenreiter aus Schalke und erwischte einen sensationellen Start. Nach einem Schalker Standart ging es bei der SVE schnell über Petkov und Zimmerschied, landete der Ball schließlich bei Schnellbacher, der eiskalt zum 1-0 einschoss (4).
Auch im Anschluss ließ das Team von Vincent Wagner den Gästen keine Ruhe. Eine Hereingabe von Günther verfehlte Zimmerschied in der Mitte nur knapp (5). Die SVE ließ von Beginn an keine Zweifel an ihrem Anspruch, den ersten Platz des Unterhauses zu erklimmen. Schalke wirkte währenddessen leicht geschockt nach dem frühen Gegentreffer und hatte merklich Probleme, ins Spiel zu finden. Immer wieder schafften es die Saarländer, die Kette der Gelsenkirchener auseinanderzuziehen und die Tiefe anzuspielen.
Schalke versuchte es zunächst vermehrt über Standartsituationen. Nach rund 20 Minuten fand eine Ecke Sylla, der den Ball aus wenigen Metern nicht ins Ziel vollenden konnte. Vorausgegangen war dieser Situation ein klares Foul an Petkov, welches Schiedsrichter Michael Bacher übersah. Vincent Wagner regte sich verständlicherweise auf und sah die gelbe Karte.
Nach rund zwanzig Minuten glichen sich die Kräfteverhältnisse auf dem Feld allmählich aus. In der 28 Minute gelangte S04 wiederholt in den Strafraum der Gastgeber. Becker flankte in die Mitte und El-Faouzi traf artistisch per Fallrückzieher zum Ausgleich. Angebahnt hatte sich dieser Zwischenstand nicht unbedingt, die Art und Weise des Treffers war jedoch mehr als ansehnlich. Die SVE erlebte diese Szene in Unterzahl, da Keidel nach einem harten Foul von Ljubicic verletzt rausmusste, für ihn kam Gyamerah in die Begegnung.

Auch in der Folge wurde Schalke sichtlich dominanter, die nächste größere Gelegenheit gehörte dennoch der SVE in Minute 34. Bei einer Umschaltsituation nahm der starke Günther den im Zentrum freien Pherai mit, dessen Abschluss geblockt wurde. Kurze Zeit später knallte es dann auf der anderen Seite des Feldes. Schalke bekam rund zwanzig Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen. Techniker Aouchiche nahm sich diesem an und schlenzte ihn an den Pfosten. Kristof wäre wohl ohne Chance gewesen.
Gegen Ende der ersten 45 Minuten, schwappte das Momentum ein wenig über auf Seiten der Gäste. Elversberg lauerte nach wie vor auf Konter, kam aber selten zu wirklich zwingenden Aktionen. Zur Pause blieb es beim Stand von 1-1 in einer insgesamt sehr belebten und intensiv geführten Begegnung.
Für die zweiten 45 Minuten kam Mokwa für Schnellbacher in die Partie. Das Bild des Spiels blieb derweil ähnlich. Schalke stand hoch, drückte die SVE mit allen Männern in Richtung des eigenen Sechzehners. Günther eroberte den Ball stark und setzte Pherai ein, dessen Versuch aus spitzem Winkel kein Problem für Karius darstellte (49).
In der 51. dann eine Szene die einen enormen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf haben sollte. Der Schalker Linksverteidiger Ndiaye, der im Lauf der ersten Halbzeit bereits gelb gesehen hatte, führte einen harten Zweikampf mit Petkov, bei dem ihm der Elversberger auf den Fuß trat und sich anschließend fallen ließ. Schiedsrichter Bacher schätzte die Situation als Foul des Schalkers ein und stellte Ndiaye zu Unrecht vom Platz.

Der FC Schalke trotzte dem Platzverweis allerdings in Rekordzeit und ging erneut in Führung. Ljubicic spielte einen Pass ins Zentrum auf den sträflich freien Sylla, der das 1-2 für die Knappen markierte (56). Elversberg suchte die direkte Antwort, doch Condés Schuss wurde entscheidend geblockt.
Die Partie fand nun vor allem in der Hälfte der Gäste statt, die nach etwa einer Stunde fast zum 1-3 kamen. Nach einem abgefangenen Ball tief in der eigenen Hälfte sah Ljubicic, dass Kristof weit hervorgerückt war und versuchte den Ball aus weiter Distanz ins Tor zu befördern, was ihm fast gelang.
Zwanzig Minuten vor Schluss reagierte Wagner schließlich und brachte Adam und Schmahl für Günther und Condé. Elversberg war am Drücker. Zimmerschied bekam den Ball kurz vor dem Strafraum zugespielt, zog mit seinem starken rechten Fuß ab und zwang Karius zu einer starken Parade (71). Sie versuchten es nach wie vor mit vertikalen Bällen in die Spitze, doch Schalke wusste ihre Abseitsfalle sehr gut einzusetzen und bekam zahlreiche Freistöße zugesprochen.
Der letzte Wechsel der SVE sollte ein Debut darstellen. Mittelstürmer Pfeiffer kam nach langer Leidenszeit zu seinem ersten Einsatz für die SVE-Profis, Poreba ging für ihn runter. Gegen tiefstehende Gäste probierte es Elversberg nun mit der Brechstange, es fehlte aber an der letzten Genauigkeit. Flanke nach Flanke segelte in den Sechzehner der Schalker, doch Karius war stets zur Stelle.
So auch in der 90 als Rohr nach einer Freistoßhereingabe völlig blank im Strafraum auftauchte und erneut an Karius scheiterte. In der fünfminütigen Nachspielzeit geschah in der Folge nichts mehr. Elversberg verlor also in Überzahl gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft aus Gelsenkirchen, die ihren Platz an der Spitze verteidigte.

























