Für die SV Elversberg steht am Sonntag (13.30 Uhr) eines der richtungsweisenden Spiele der laufenden Zweitliga-Saison an. Beim Tabellenfünften Hannover 96 trifft der aktuelle Tabellenzweite aus dem Saarland auf die formstärkste Mannschaft der Rückrunde – und damit auf einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen.
Nach der Länderspielpause beginnt für beide Teams die entscheidende Phase der Saison. Hannover hat sich mit zuletzt konstanten Ergebnissen in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen gebracht, während die Elversberger ihre starke Saison bislang bestätigen konnten. Entsprechend ordnen beide Trainer die Partie als echtes Spitzenspiel ein.

Aus Sicht der Saarländer ist die Ausgangslage klar: Die Aufgabe in der Heinz-von-Heiden-Arena zählt zu den schwierigsten der Saison. Hannover sammelte in der Rückrunde bislang 20 Punkte und führt damit die Formtabelle an. SVE-Trainer Vincent Wagner sprach im Vorfeld entsprechend von der „höchstmöglichen Hürde“, betonte aber zugleich das Vertrauen in die eigene Mannschaft: „Wir haben eine Mannschaft, die in der Lage ist, jede Hürde zu nehmen.“ Auch der Blick zurück auf das Hinspiel (2:2) deutet auf eine intensive Begegnung hin. Wagner erwartet erneut eine Partie mit hohem Tempo und offensiver Ausrichtung beider Teams.
Auf der Gegenseite sieht Hannover-Trainer Christian Titz die Elversberger ebenfalls als ernstzunehmenden Gegner. Die Saarländer seien „eine spielstarke Mannschaft“, die offensiv ausgerichtet sei und „völlig zurecht“ im oberen Tabellendrittel stehe. Titz verwies zudem auf die Qualität und Erfahrung im Kader der SVE sowie auf deren Entwicklung im Saisonverlauf. Für ihn ist die Partie Teil einer entscheidenden Saisonphase, in der mehrere Teams eng beieinander liegen und um die Aufstiegsplätze kämpfen.
Personell kann Elversberg nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Bambasé Conté stehen alle Spieler zur Verfügung. Für ihn dürfte erneut Immanuel Pherai in der Startelf stehen. Wagner zeigte sich mit der Trainingswoche zufrieden und hob insbesondere die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Taktisch will die SVE ihrer Linie treu bleiben. „Wir spielen unser Spiel“, betonte Wagner und stellte klar, dass sich seine Mannschaft nicht primär am Gegner orientieren werde. Gleichzeitig sei man auf unterschiedliche Spielverläufe vorbereitet, da Hannover sowohl offensiv pressen als auch kompakter agieren könne.
Beide Trainer rechnen mit einer intensiven und ausgeglichenen Begegnung. Während Hannover auf den Heimvorteil und die starke Rückrundenform setzt, reist Elversberg mit dem Selbstbewusstsein eines Spitzenteams an. Für die Saarländer bietet sich die Chance, ihre Position im oberen Tabellendrittel weiter zu festigen. Ein Auswärtssieg würde nicht nur den direkten Konkurrenten auf Distanz halten, sondern auch ein weiteres Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen setzen.


