Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Eine wachsende Zahl von Betrieben rutscht in die Pleite oder die Inhaber schließen ihr Unternehmen, weil sie keine Perspektive mehr sehen. Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist in den ersten neun Monaten von 2025 um 11,7 Prozent gestiegen, ein Trend, der auch für das Saarland gilt. Noch schwerer wiegt, dass viele Unternehmer die Brocken einfach hinwerfen. Die Quote der geplanten Betriebsaufgaben ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent angestiegen, so der der Mittelstands-Index der Datev. Die Datev ist nicht irgendwer. Rund 40.000 Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte nutzen die Software dieser Genossenschaft, um die Bücher und Bilanzen von 2,5 Millionen Unternehmen zu bearbeiten und zu testieren. Näher am Puls geht nicht.
Dass dieser sensible Firmen-Seismograph so mächtig ausschlägt, sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Doch Deutschland macht weiter wie bisher. „Klima zuerst, Wohlstand zuletzt“ scheint der Slogan der Wirtschaftspolitik zu sein. Dass eine der größten Volkswirtschaften der Welt ihre Stromproduktion stur nach Sonne und Wind ausrichtet, ist ein schlechter Witz. Dieser Irrsinn und die erneut erhöhte CO2-Bepreisung haben zur Folge, dass die Energiepreise weiter steigen und die Wettbewerbsfähigkeit noch tiefer sinkt. Hinzu kommen eine schwache Nachfrage, höhere Abgaben sowie eine ausufernde Bürokratie. Doch statt bürokratischen Fesseln zu durchschlagen, werden die Firmen mit neuen Vorschriften wie dem Bundestariftreuegesetz oder dem Entgelttransparenzgesetz kujoniert.
Wo die unselige Kombination Grün und Bürokratie hinführen kann, sieht man an der Hermann-Hesse-Bahn in Baden-Württemberg. Seit 2018 sollen auf ihr Züge fahren. 1400 Fledermäuse haben das bisher verhindert. Die Kosten für deren Schutz addieren sich inzwischen auf 80 Millionen Euro – 57.000 Euro pro Fledermaus…


