Donnerstag, August 18, 2022
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Furioses Finale: FCS siegt in letzter Sekunde gegen Verl

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Mit einem Elfmeter-Treffer in der Nachspielzeit gegen den SC Verl fuhr der FCS die ersten drei Punkte der Saison ein. In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich große Einigkeit zwischen den beiden Cheftrainern: Der 1. FC Saarbrücken hat das Spiel verdientermaßen gewonnen.

Wie erwartet, setzte Uwe Koschinat auf die Viererkette. Das lag zum einen daran, dass die Innenverteidiger Steven Zellner, Dominik Becker und Bone Uaferro nicht zur Verfügung standen, zum anderen fand es der Coach prekär genug, mit Boeder und Thoelke eine noch nicht eingespielte Innenverteidigung aufs Feld zu schicken. Eine Dreierkette, die im 1:1 gegen die Angreifer des SC Verl hätte agieren müssen, erschien ihm zu riskant. Mit Julian Günther-Schmidt hatte er nach dem Abschlusstraining zudem vereinbart, dass er ihn erst später bringen würde. Also feierte Kasim Rabihic seinen ersten Pflichtspieleinsatz im blau-schwarzen Trikot:

Batz – Ernst, Boeder, Thoelke, Schwede – Kerber, Zeitz, Neudecker – Scheu, Jacob, Rabihic – Jacob

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Saarbrücken begann druckvoll und ließ die Gäste mit Beginn des Spiels wissen, wer Herr im Ludwigspark ist. Powerplay mit langen Bällen auf die schnellen Außen Scheu und Rabihic, immer wieder auch variiert durch Diagonalbälle von Dodo Ernst, ließen die ersten 23 Minuten zu einer Abwehrschlacht für den SC Verl geraten. Dann gab es eine Trinkpause und eine leichte Delle im Spiel. Die Westfalen schafften es mehr und mehr, das Tempo zu verschleppen und den Druck herauszunehmen. Dennoch gab es Chancen für Robin Scheu, Luca Kerber, Richy Neudecker und Sebastian Jacob. Der wurde in der 38. Minute im Strafraum von den Beinen gerissen, doch Schiedsrichter Lukas Benen wollte der Aktion keinen Elfmeter gönnen. So ging es mit klaren Vorzeichen in die Halbzeitpause.

Der FCS musste Dominik Ernst in der Kabine lassen, der sich wohl eine Bänderdehnung im Knie zugezogen hat. Für den Gelsenkirchener rückte Pius Krätschmer ins Team. Er übernahm die Innenverteidigerposition von Lukas Boeder, der dafür auf die rechte Außenverteidigerposition wechselte.

Nach der Pause kamen die Verler deutlich besser ins Spiel oder besser: Sie verstanden es, das Tempo zu verschleppen, um dann mit flotten Vorstößen die FCS Abwehr in Verlegenheit zu bringen. In der 58. Minute schnappte sich der Verler Linksverteidiger Luca Stellwagen an der eigenen Strafraumkante das Leder, marschierte unbehelligt quer durch die Saarbrücker Hälfte und kam frei vor Daniel Batz zum Abschluss. Immerhin war der Saarbrücker Keeper wie gewohnt auf dem Posten und entschärfte den Ball, sonst dürfte Stellwagen ein klarer Kandidat für das Tor des Monats geworden sein.

Die Passivität seiner Elf wollte sich Uwe Koschinat nicht länger anschauen und wechselte zunächst Steinkötter und Jänicke für Scheu und Rabihic (62. Minute), 10 Minuten später dann zusätzlich Julian Günther-Schmidt und Adriano Grimaldi für Luca Kerber und Sebastian Jacob. Jetzt zündete der FCS die Endoffensive. Angefeuert von den großartigen Fans, rollte nun Angriff auf Angriff Richtung Tor der Verler. Teilweise gab es tumultartige Szenen vor dem Tor zu sehen, doch der Ball wollte nicht rein. Erst in der Nachspielzeit passte Neudecker auf Günther-Schmidt, der von Torhüter Thiede sieben Meter vor dem Kasten umgenietet wurde. Der Ball rollte weiter zu Jänicke, der einschob, sich aber umsonst freute, denn Lukas Benen hatte zuvor gepfiffen und auf Elfmeter entschieden. Adriano Grimaldi griff sich das Leder und knallte es unhaltbar in die linke untere Ecke. Der Ludwigspark stand Kopf!

Fazit: Es war ein brutales Stück Arbeit, das in der letzten Minute noch erfolgreich abgeschlossen werden konnte. An diesem Samstag profitierte der FCS besonders davon, dass er Topspieler der Liga von der Bank bringen konnte. Das wird auch in Zukunft ein Pfund sein, mit dem der FCS wuchern kann, denn heute fehlten mit Marvin Cuni und Julius Biada zwei Raketen, die spätestens im nächsten Heimspiel eingreifen wollen.

Also alles paletti beim FCS? Es gibt schon noch viel zu tun für das Trainerteam. Die Innenverteidigung bleibt eine Baustelle und die Chancenverwertung muss einfach besser werden, damit man künftig gegen eigentlich unterlegene Gegner nicht schwitzen muss. Ansonsten: Ein toller Fußballtag im Ludwigspark mit einem furiosen Finale. Das hat Spaß gemacht!

Fotogalerie von Catharina Kuhn:

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