Fischbach-Camphausen. Mit einer Gedenkfeier haben Vertreter aus Politik, Vereinen und Bürgerschaft am Sonntag an die Opfer des Grubenunglücks von 1986 erinnert. Anlass war der 40. Jahrestag der Schlagwetter-Explosionen auf der Grube Camphausen, bei denen am 16. Februar 1986 sieben Bergmänner ihr Leben verloren.
Zur Gedenkveranstaltung eingeladen hatte der Bergmannsverein „Glück Auf“ Fischbach-Camphausen 2000 e.V.. Auf dem Friedhof in Fischbach legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kränze nieder, anschließend fand in der katholischen Pfarrkirche Fischbach ein Gedenkgottesdienst für alle tödlich verunglückten Bergleute statt. Mit einem traditionellen Bergmannsfrühstück im Pfarrheim klang die Veranstaltung aus.
Unter den Gästen waren Bürgermeister Lutz Maurer sowie die Ortsvorsteher Marcus Jung (Fischbach-Camphausen) und Stefan Ziegler (Quierschied). Aus dem Ortsrat Fischbach-Camphausen und dem Gemeinderat Quierschied nahm zudem Stefan Chadzelek teil. Neben Mitgliedern des ausrichtenden Vereins beteiligten sich auch Abordnungen anderer Bergmannsvereine, unter anderem aus Göttelborn, Lisdorf und Wustweiler, sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger.
Bürgermeister Maurer betonte die Bedeutung des Gedenkens: „So schrecklich die Ereignisse von damals waren, so wichtig ist, den Verstorbenen in Würde und Respekt zu gedenken. Dies ist den Verantwortlichen des Bergmannsvereins und allen Mitwirkenden mit diesem Gedenktag in höchstem Maße gelungen. Dafür bedanke ich mich recht herzlich. Glück Auf.“
Auch Ortsvorsteher Marcus Jung dankte insbesondere den aktiven Mitgliedern des Vereins sowie dem Saarknappenchor: „Vielen Dank für euer großartiges Engagement und euren Einsatz für die Bergbautradition in Fischbach-Camphausen. Mit viel Herzblut sorgt ihr dafür, dass die Geschichte unseres Ortsteils lebendig bleibt und nicht in Vergessenheit gerät.“
Der Bergbau habe Fischbach-Camphausen über Generationen hinweg geprägt – mit starkem Zusammenhalt, aber auch mit schweren Momenten. Die regelmäßige und würdevolle Erinnerung an das Unglück von 1986 zeige, wie verantwortungsvoll der Verein mit der Geschichte der Gemeinde umgehe, betonten Maurer und Jung. Er halte nicht nur Traditionen lebendig, sondern stehe zugleich für Gemeinschaft, Solidarität und Heimatverbundenheit.

