Longuich – Bei einer groß angelegten Übung auf der Mosel haben am Samstag, dem 5. Juli 2025, Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Freisen (Saarland) und Trier (Rheinland-Pfalz) ihr Zusammenspiel auf dem Wasser trainiert. Ziel der Maßnahme war es, die Koordination der THW-Fachgruppen Wassergefahren und Wasserschaden/Pumpen in realitätsnahen Einsatzszenarien weiter zu optimieren.
Die Fachgruppe Wassergefahren des THW Trier brachte dabei ihre Boote und modularen Schwimmplattformen ein, während die Freisener Einheit mit ihren Hochleistungspumpen unterstützte. Im Ernstfall – etwa bei Überflutungen, Starkregenereignissen oder dem Ausfall kommunaler Pumpanlagen – kann diese Kombination lebensrettend sein. Gemeinsam erreichen die eingesetzten Pumpen eine Förderleistung von rund 15.000 Litern pro Minute, auch stark verschmutztes Wasser lässt sich damit zuverlässig bewegen.

„Das System aus modularen Schwimmkörpern, das das Technische Hilfswerk in der Trierer Fachgruppe Wassergefahren vorhält, eignet sich ideal für diese Aufgabe, da es individuell angepasst und mit Booten auf dem Wasser manövriert werden kann“, so die Verantwortlichen. Dieses System wurde mit einer elektrischen Tauchpumpe ausgestattet und von zwei Booten etwa einen Kilometer über die Mosel transportiert – ein Manöver, das nicht nur Koordination, sondern auch technische Präzision verlangte.
Parallel dazu wurde am Moselufer eine motorbetriebene Großpumpe mit einer Leistung von 5.000 Litern pro Minute in Betrieb genommen, um das Fördern von Wasser mit großem Höhenunterschied zu simulieren. Auch dieser Teil der Übung verlief reibungslos.
Ein besonderes Highlight bot sich den Kindern und Jugendlichen der THW-Jugendgruppe Freisen. Unter Anleitung der erfahrenen Bootsführerinnen und -führer der Trierer Einheit durften sie vor dem eigentlichen Einsatz die Boote besetzen und erste Erfahrungen im Umgang mit Wasserfahrzeugen sammeln. Unterstützt wurde das Team dabei von einer Rettungsschwimmerin der Wasserwacht.
Am Ende der Übung zeigten sich alle Beteiligten hochzufrieden. „Während die Einsatzkräfte der beiden THW-Fachgruppen weitere Erfahrungen im verzahnten Einsatz ihrer Einheiten sammeln konnten, freuten sich die Mitglieder der THW-Jugendgruppe über das besondere Erlebnis, das sich ihnen bot“, so das Fazit der Veranstalter.
Das Technische Hilfswerk, eine Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes, zählt bundesweit rund 90.000 Mitglieder, von denen etwa 98 Prozent ehrenamtlich tätig sind. In 669 Ortsverbänden engagieren sich die Ehrenamtlichen für den Schutz und die Unterstützung der Bevölkerung. Mit der THW-Jugend bietet die Organisation bereits Kindern und Jugendlichen eine altersgerechte Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst – wie die Übung an der Mosel eindrucksvoll zeigte.

