Montag, Oktober 3, 2022
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Geschäftsbilanz 2021: Saarbrücker Stadtwerke-Konzern schließt mit positivem Ergebnis ab

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Der Stadtwerke Saarbrücken-Konzern zieht mit seinen 1.100 Mitarbeitern für das Geschäftsjahr 2021 eine positive Bilanz. Der konsolidierte Jahresüberschuss im Konzern beträgt 9,2 Millionen Euro. „Die Verluste im Verkehrsbereich konnten gegenüber Plan weiter reduziert werden. Gewinne im Energie- und Wasserbereich sowie bei den sonstigen Beteiligungen haben sodann zu dem positiven Gesamtergebnis geführt. Trotz der Verluste im Verkehrs- und Bäderbereich von insgesamt 19,8 Millionen Euro wurde das positive Ergebnis größtenteils durch die Erzeugungssparte der Stadtwerke Saarbrücken GmbH und den Versorgungsbereich der Stadtwerke Netz getragen. „Nach dem Verlust im Pandemiejahr 2020 schließen wir im zweiten Pandemiejahr wieder an die positiven Ergebnisse der Jahre 2014 bis 2019 an. Geplant war für 2021 eine schwarze Null“, erläutern die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Edlinger und Franz-Josef Johann.

Geschäftsführung des Stadtwerke-Konzerns mit Peter Edlinger und Franz-Josef Johann (v. r. Bild: Stadtwerke Saarbrücken/Iris Maurer)

Das Ergebnis der Stadtwerke Saarbrücken Netz lag über Plan, da im Jahr zuvor gebildete Rückstelllungen im Netzbereich wieder aufgelöst werden konnten. Auch mussten in 2021 im gesamten Konzern weniger Pensionsrückstellungen gebildet werden. Der Zinsanstieg an den Finanzmärkten bewirkte gegenüber Plan eine Verringerung des Aufwands für Pensionsverpflichtungen.

„Auch wenn wir uns über das Ergebnis freuen, ist uns bewusst, dass es eben auch außerordentliche Faktoren waren, die diesen Erfolg mitbegünstigt haben. Der gesamte Konzern steht aktuell vor großen Herausforderungen, das gute Ergebnis wird dazu beitragen, auch weiterhin die Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke abzusichern“, so die Stadtwerke-Geschäftsführung.

Die Energiedienstleistungstochter co.met konnte ihre deutschlandweite Marktposition weiter stärken. Ebenfalls mit Gewinn schlossen die Stadtwerke Saarbrücken Beteiligungsgesellschaft, die Stadtwerke Saarbrücken Consulting sowie das Wasserwerk Bliestal ab.

ÖPNV-Rettungsschirm kompensiert pandemiebedingte Umsatzverluste

„Ohne den ÖPNV-Rettungsschirm wäre der Verlust im Verkehrsbereich aufgrund der stark gesunkenen Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr deutlich höher ausgefallen“, informiert Stadtwerke- und Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger. „Dennoch greifen die eingeleiteten Restrukturierungsbemühungen und haben im abgelaufenen Jahr zu einer deutlichen Verbesserung des Planergebnisses geführt.“ 

Der Verlust der Bädergesellschaft erhöhte sich auf 2,6 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Bis zur Eröffnung der Freibadsaison im Mai 2021 blieben die Saarbrücker Hallen- und Kombibäder acht Monate geschlossen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren größtenteils in Kurzarbeit.

Der Stadtwerke-Konzern leistet den wesentlichen Teil der Daseinsvorsorge in Saarbrücken und der Region. „Rechnet man die Übernahme der Verluste aus den defizitären Bereichen, die Konzessionsabgaben und Steuern sowie den Personalaufwand und vergebene Aufträge an Unternehmen mit Sitz innerhalb des Regionalverbands Saarbrücken hinzu, ergibt sich eine Wertschöpfung des Stadtwerke-Konzerns in der Region im Jahr 2021 von 235,3 Millionen Euro“, sagt Edlinger. „Die Stadtwerke Saarbrücken lösen eine Kettenreaktion aus direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten aus, die Arbeitsmarkt, Kaufkraft und Lebensqualität in und um Saarbrücken fördern“, ergänzt Johann. 

Ausblick

„Wenngleich die Stadtwerke nicht der Grundversorger für Saarbrücken sind, stehen auch wir angesichts der Energiekrise vor nie dagewesen Herausforderungen“, gibt Edlinger zu bedenken. Dies betreffe vor allem den Bereich der Energieerzeugung sowie den Saarbrücker Grundversorger Energie SaarLorLux (ESLL), an dem die Stadtwerke mit 49 Prozent beteiligt sind. Hinzu sind in den nächsten Jahren dringend notwendige Investitionen bis zu 170 Millionen Euro in Strom, Fernwärme- und Gasnetze geplant. „Der Gewinn aus dem Jahr 2021 hat uns eine gute Ausgangsbasis in eine ungewisse Zukunft verschafft, mehr nicht.“, ergänzt Johann. Auch für das Geschäftsjahr 2022 rechne der Konzern mit einem positiven Ergebnis.

Daneben hat die Saarbahn bekanntlich Anfang des Jahres für die alternativlose Ersatzbeschaffung der 28 Saarbahnzüge ein Investitionsvolumen von insgesamt 140 Millionen Euro genehmigt und finanziert, eine der größten Investitionen in der Geschichte der Saarbahn.

Geschäftsfelder des Stadtwerke-Konzerns

Zu den Geschäftsfeldern der Konzerngesellschaften zählen schwerpunktmäßig die Erzeugung von Strom und Fernwärme, der Netzbetrieb von Strom, Gas sowie Fernwärme, die Trinkwasserversorgung, energienahe Dienstleistungen, der Öffentliche Personennahverkehr und der Bäderbetrieb sowie weitere Dienstleistungen (insbesondere Messwesen).

Arbeitgeber in der Region

2021 beschäftigte der Saarbrücker Stadtwerke-Konzern im Jahresdurchschnitt 1.078 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Hälfte davon waren im Verkehrsbereich angestellt. Damit ist der Konzern einer der größten Arbeitgeber in der Region. Um die aktuellen und zukünftigen demografischen Herausforderungen zu meistern, liegt ein unternehmerischer Schwerpunkt auf der Ausbildung junger Menschen. Momentan absolvieren rund 60 Auszubildende in unterschiedlichen kaufmännischen und technischen Ausbildungszweigen ihre Lehre. Die außerordentliche Qualität der Ausbildung zeigt sich insbesondere dadurch, dass es den Stadtwerken bisher jedes Jahr gelang, Ausbildungsbeste im Saarland hervorzubringen.

Quelle: Stadtwerke Saarbrücken

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